Erfahrungsbericht zur Dashcam iTracker DC300-S GPS Autokamera

Warum kann eine Dashcam sinnvoll sein?

Eine Autokamera ist in der Lage, kontinuierlich oder bei starken G-Kräften (z. B. starkes Bremsen oder Beschleunigen) wie kurz vor oder während eines Unfalls die Verkehrssituation aufzuzeichnen. Das kann beim späteren Klären der Schuldfrage von großer Bedeutung sein. Vor Gericht ist bei uns die Rechtsprechung dazu noch uneinheitlich, tendiert aber immer mehr dahin, die Dashcam als Beweismittel zuzulassen. Vor allem wenn es um Personenschäden geht. Dann zählt das Persönlichkeitsrecht nämlich weniger. Soll die Dashcam allerdings nur dazu dienen, kleinere Verstöße zu belangen (Blinkmuffel, Langsamfahrer, notorische Linksfahrer, Parkplatzschäden auf öffentlichen Parkplätzen usw.), dann sieht es eher schlecht vor Gericht aus. Die Überwachung von öffentlichen Räumen ist nämlich eine Aufgabe der Polizei. Wie werden sehen, wie sich die Rechtsprechung auf diesem Gebiet entwickelt. 

Auf jeden Fall sehe ich persönlich es als sinnvoll an, solch eine Kamera zu haben und zu benutzen. Man muss sich aber auch bewusst sein, dass die Beweislast sich auch gegen einen selbst richten kann, denn die Polizei wird bei schweren Unfällen auch von selbst die Dashcam auswerten. Und wenn diese dann feststellt, dass man mit 150 km/h statt der erlaubten 50 km/h unterwegs war, dann wird das zum Problem.

Die rechtliche Lage hinsichtlich einer Benutzung der Dashcam

Was z. B. in Russland lebenswichtig ist, war bei uns in Deutschland lange Zeit sehr umstritten. Es gab einige recht unterschiedliche Gerichtsentscheidungen zu diesem Thema. Die Frage war was höher einzuschätzen ist, das individuelle Persönlichkeitsrecht oder die Aufklärung der Schuldfrage bei einem Unfall. 

Mittlerweile hat ein Geschädigter bis hin zum BGH (Bundesgerichtshof) geklagt und dieser hat am 15.05.2018 ein entsprechendes Urteil gefällt. Zwar ist eigentlich die permanente Aufzeichnung des Verkehrs unzulässig, jedoch führt dies nicht automatisch, wie früher angenommen, zum Beweisverwertungsverbot. 

Praktisch gesehen, werden also immer die Interessen abgewogen werden. Sofern die Dashcam in einer Schleife läuft und alte Daten ständig überschreibt oder nur bei einem Unfall sich einschaltet bzw. das entsprechende Video einfriert, sollte man sich rechtlich auf der sicheren Seite befinden. Je höher der materielle Schaden und eventuell sogar noch Personenschaden, desto wahrscheinlicher ist es, das entsprechende Dashcam Aufnahmen zur Aufarbeitung mit heran gezogen werden können.

Achtung: Die Benutzung einer Dashcam kann natürlich auch nach hinten losgehen, wenn die Aufnahme beweist, dass man selber schuld hatte. Würde mich nicht wundern, wenn die Polizei solche bei einem Unfall in der Zukunft ebenfalls gleich sicher stellt. 

Was weiterhin nicht erlaubt ist: Dashcam Videos ohne Unkenntlichmachung (Verpixelung) von Nummernschildern und Personen ins Internet zu stellen bleibt weiterhin verboten.  

Die Qual der Wahl, welche Dashcam soll es sein?

Ich habe bei der Auswahl der für mich geeigneten Dashcam gefühlt, tausende Angebote gelesen und Testberichte studiert und ausgewertet. Es ist nicht leicht, aus der großen Anzahl von Angeboten, die für einen richtige auszuwählen. 

Für mich waren die folgenden Anforderungen entscheidend:

- gute Bildqualität

- mit Saugnapf

- mit GPS und Geschwindigkeitsanzeige

- Preis so um die 100 Euro, oder weniger

Immer wenn ich gedacht habe, diese Kamera ist es jetzt, dann habe ich etwas gefunden, was mir nicht so gut gefiel. Bei Amazon der Bestseller ist die Toguard Full HD 1080P für nur etwa 49,99 €. Eine wirklich gute Kamera, mit guter Videoqualität und vielen Extras wie G-Sensor mit Schreibschutzfunktion, LDWS (Warnsystem beim Fahrstreifenwechsel), FCWS (Abstandwarnsystem), Parkmonitor, Bewegungserkennung auch im Nachtmodus. Allerdings sind z. B. das LDWS eher lästig im normalen Verkehr und früher oder später wird man es sowieso abschalten, weil es nervt. Genauso den Abstandswarner. Im Stadtverkehr muss man halt auch dichter heran und der Abstand ist ja auch immer eine Frage der Geschwindigkeit. Was mir bei dieser Kamera fehlte, war das GPS. Mit diesem ist man in der Lage die gefahrene Strecke genau Rückzuverfolgen und die aktuell gefahrene Geschwindigkeit im Video anzeigen zu lassen. Dies hat diese Kamera leider nicht. Wer darauf verzichten kann, dem kann man sie aber gut empfehlen.

Kaufmöglichkeit der Dashcam iTracker DC300-S bei Amazon plus Zubehör

 

 

Mögliche Alternativen zur iTracker DC300-S

   

 

Lieferumfang Dashcam iTracker DC300-S:

- Dashcam
- Halterung mit Saugnapf
- USB Kabel
- Kabel für Auto Zigarettenanzünder
- Befestigungsclips
- USB-microSD Adapter
- Aufbewahrungsbeutel
- Programm CD
- Bedienungsanleitung

Design der iTracker Dashcam:

Die Kamera besteht völlig aus schwarzer Plastik. Sieht aus wie eine herkömmliche Kompaktkamera, nur viel kleiner. Das Gewicht beträgt ca. 76 Gramm. Die ist ca. 8,5 cm breit, ca. 3,5 cm dick (mit Objektiv) und ca. 5 cm hoch. Ganz vorne befindet sich das Objektiv. Dieses besitzt ein Gewinde, um später den Polfilter (nicht im Lieferumfang) aufschrauben zu können. Dieser dient dazu, störende Reflexionen zu beseitigen. Außerdem befinden sich vorne noch ein kleiner tiefergelegter Reset-Knopf, falls die Kamera mal nicht mehr reagieren sollte.
Oben befinden sich vier Bedienelemente und in der Mitte Kontakte für die Befestigung der Halterung. An der linken Seite gibt es ebenfalls noch zwei Bedienknöpfe. Auf der rechten Seite befindet sich der Einschub für MicroSD Karten, offiziell bis 32 GB Größe.
Unter der Kamera befindet sich der HDMI Anschluss, der USB Anschluss und ein kleines Loch für das Mikrophon.
Auf der Rückseite befindet sich ein kleiner Farbbildschirm (kein Touchscreen)

Features laut Verpackung:

  • 2 MegaPixel SONY Bildsensor mit HDR Technologie
  • 156° Weitwinkelobjektiv
  • Videoauflösung: 1920x1080 @ 30fps, 1280x720 @30fps
  • microSD Class 10 Karten SD/SDHC/ bis 32GB möglich (Anmerkung: ich verwende sogar 64GB!)
  • H.264/MPEG-4 AVC Komprimierungsverfahren
  • Bewegungssensor, G-Sensor, 4xDigital Zoom
  • GPS Datenlogger, GPS Antenne mit SiRF Star III Chip
  • Abnehmbare GPS-Halterung um 360° schwenkbar
  • Geschwindigkeitsangaben, Datum und Zeit als Stempel im Video einblenden
  • KFZ-Kennzeichen oder eigener Text als Stempel im Video einblenden
  • Protokollierung der exakten Geschwindigkeit und gefahrenen Routen
  • Automatischer Beginn der Aufzeichnungen beim Motorstart
  • Endlosschleife: 1min/2min/5min/unbegrenzt
  • 2,7'' TFT Display (abschaltbar), REC und Power LED im Gehäuse
  • HDMI 1080p, USB-2.0, AV-Out, NTSC/PAL TV Ausgang
  • integrierter Lautsprecher und Mikrofon (abschaltbar)
  • Deutsche Menüführung und Bedienungsanleitung
  • inklusive Auswertungssoftware für Windows
  • integrierter Polymer Lithium Ionen Akku 130 mAh 3,7V
  • Tarnkappenoptik: gummibeschichtetes Gehäuse

 

Fotos der Dashcam iTracker DC300-S GPS

Dashcam iTracker DC300-S Verpackung Vorderansicht Dashcam iTracker DC300-S Verpackung Rückseite                         

 

Inbetriebnahme und Bedienung:

Vor der Inbetriebnahme sollte man erstmal einige Einstellungen vornehmen. Im Prinzip kommt die Kamera schon fertig vorkonfiguriert. Aber manchmal möchte man ja noch einige Dinge anders haben. Da der Akku nur etwa 10 Minuten hält, die Kamera am besten per USB-Kabel an einen passenden USB-Anschluss anschließen (nicht am Computer). Falls die Kamera nicht von alleine startet, dann drücken Sie oben den zweiten Knopf von links. Die Kamera startet dann und ein Bild wird angezeigt. Danach den Knopf links oben drücken. Jetzt befindet man sich im Aufnahmemenü. Mit den Pfeiltasten an der linken Seite kann man die einzelnen Punkte herunter scrollen. Folgendes kann man hier einstellen: Zum Auswählen eines Menüpunktes die Taste oben ganz rechts drücken.

Auflösung: Hier kann man die folgenden Auflösungen auswählen:
1080FHD 1920*1080
720P 1280*720
WVGA 848*480

Vorschlag: Die höchste Auflösung (1080FHD 1920*1080) auswählen. Schließlich will man ja Nummernschilder, Unfallhergänge usw. möglichst genau erkennen

Endlosschleife: Hier kann man die Länge der einzelnen Videos einstellen. 
Aus
1 Min
2 MIN
5 MIN

Die Länge der einzelnen Videos ist begrenzt. Dies ist wichtig damit die Videos problemlos überschrieben werden können und die Aufnahmen lückenlos sind. Wird die Funktion "Aus" gewählt, dann wird so lange aufgezeichnet bis die Karte voll ist.Danach schaltet die Kamera sich aus. 
Ansonsten kann man die einzelnen Sequenzen mittels der Software wie ein Film Wiedergeben.

Vorschlag: 5 Minuten

HDR: Die Kamera passt sich automatisch den wechselnden Lichtbedingungen der Umgebung an
Aus
An

Vorschlag: An

Bewegungssensor: Die Kamera zeichnet auf, sobald sie eine Bewegung erkennt. Hat also hier die Funktion einer Überwachungskamera 
Aus
An

Vorschlag: Aus Ist nur sinnvoll einzuschalten, wenn das Auto z. B. beim Parken überwacht werden soll. Achtung: Stromversorgung notwendig und StandBy-Betrieb

Autostart: Die Aufnahme wird automatisch 3 Sekunden nach dem Einschalten der Zündung gestartet. Ansonsten muss man die Aufnahme manuelle starten.
Aus
Ein

Vorschlag: Ein Die Kamera starten dann immer automatisch und man kann das Einschalten nicht vergessen.

Stop-Timer: Einstellbar mach wie viel Sekunden nach Abschaltung der Zündung die Kamera noch weiter arbeiten soll. 
Aus
10 Sekunden
20 Sekunden
30 Sekunden

Vorschlag: 30 Sekunden. Nach einem Unfall kann der Motor ausgehen. Oft ist es aber wichtig, die Sekunden danach auch noch auf Video zu haben. 

Start Timer: Für Autos deren Stromkreis beim Startvorgang kurz unterbrochen wird (bestimmte Diesel). In diesem Fall geht die Kamera ebenfalls aus.
Aus
10 Sekunden
20 Sekunden
30 Sekunden

Vorschlag: Aus - Nur Einschalten wenn dien Kamera beim Startvorgang wieder aus geht.

Audioaufnahme: Hier kann man einstellen, ob das Mikrofon alle Gespräche und Geräusche im Auto mit aufzeichnet. 
Aus
Ein 

Vorschlag: Unentschieden. Beides hat Vor- und Nachteile. Ist wie der Voicerecorder im Cockpit eines Flugzeuges. Es kann bei einem Unfall schon wichtig sein, was im Auto gesprochen wurde oder welche Geräusche im Auto oder außerhalb zu hören waren. Andererseits werden im Auto oft private Gespräche geführt, deren Inhalt nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Zudem kann man sich damit eventuell auch selbst belasten, z. B. wenn auf der Aufnahme das Führen eines Telefonats per Handy zu hören ist.  

G-Sensor: Die Kamera hat einen G-Sensor. Bei einem heftigen Ereignis wird das augenblickliche Video gegen Löschung gesperrt.Standardmäßig ist diese Funktion ausgeschaltet.
Aus
gering
mittel
hoch 

Vorschlag:  Ist Ihre Speicherkarte groß genug, ist es eigentlich nicht notwendig diese Funktion zu aktivieren. Wenn ja, dann wählen Sie die Einstellung hoch oder mittel. Im Normalfall darf kein Video gesperrt sein 

 

Fazit zur Dashcam iTracker DC300-S GPS:

Ich benutze jetzt diese Dashcam seit März 2017 und bin damit sehr zufrieden. Das Einzige was mich stört, ist die Halterung. Nach Beendigung der Fahrt nehme ich die Dashcam immer ab und mit in die Wohnung. Leider ist es recht schwer, diese von der Halterung abzulösen. Vielleicht liegt es ja auch an mir. Auf jeden Fall muss man sie dann vor der nächsten Fahrt neu ausrichten. 

Es ist unbedingt notwendig die Kamera durchgehend mit Strom vom Bordnetz zu versorgen. Damit erreicht man dann auch, dass sie sich automatisch einschaltet und ausschaltet. Der eingebaute Akku hält nur etwa 10 Minuten durch. 

Ansonsten funktioniert sie absolut zuverlässig. Schaltet sich beim Anlassen des Motors ein nach Beendigung der Fahrt wieder aus. 

Was gefällt mir gut:

  • stimmiges Design
  • einfache Bedienung
  • sehr gute Aufnahmen
  • nimmt auch 64 GB Speicherkarten

Was gefällt mir nicht so gut:

  • die Entnahme aus der Halterung ist sehr schwierig

 

 

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