Persönlicher Erfahrungsbericht zum Arshiner MJX X600 X-Series RC Hexacopter 4CH 2.4G 6 Achsen 3D Rollen Quadcopter Drone

Lieferumfang:

- 1 Hexacopter im zerlegten Zustand ( Grundmodell + Motoren mit Propeller + Standfüße + Propellerschutz + Schrauben)
- Kreuzschlitzschraubendreher
- 6 Ersatzpropeller
- 1 Fernbedienung + zwei Steuerknüppel
- 1 Ladekabel (USB)
- 1 Bedienungsanleitung (nur Englisch!)

Technische Daten (Quelle Amazon)

MJX X600
Material: Kunststoff
Ausführung: 6-Achsen-Gyro, Headless Modus
Rumpflänge : 386mm
Gesamthöhe: 60 mm
Hauptrotordurchmesser: 135 mm
Motor: Coreless Motor
Kanal: 4 Kanäle
Frequenz: 2.4GHz
Akku: Li-Polymer-Plastik 7.4V / 700mAh
Fernbedienung Batterie: 3 x AA 1,5 V Batterie (nicht enthalten)
Ladezeit: ca. 2 Stunden
Flugzeit: 8,5 Minuten
Bruttogewicht: über 193g
Geeignet Alter: Über 14 Jahre alt
Steuerungsabstand: ca. 100 Meter
Eingenschaften:
6-Achsen-Gyros basierend auf 4 Kanälen sorgt für eine stabile und schnelle Flucht.
2.4G Steuerung, bis zu 80 hexacopters kann zur gleichen Zeit geflogen werden.
Sie können ganz einfach kontrollieren zu steigen, fallen, biegen Sie nach links, dann rechts, vorwärts, rückwärts und seitlich fly. Auch Stunts wie 3D-Flips und Rollen.
Headless-Betrieb vermeidet die Schwierigkeiten bei der Ermittlung der Kopf und Schwanz, wenn Sie anfangen zu fliegen.
Eine Taste automatische Rückkehrfunktion.
LCD-Fernbedienung, 4-Stick-Modus, 3 Stufen der Fluggeschwindigkeit.
Errichtet mit Blitzleuchten für die Beleuchtung in der Dunkelheit.
Kann mit C4005 oder C4006 FPV Kamera oder C4002-Kamera-Modul aufgerüstet werden (nicht enthalten).
700mAh Li-Po-Akku für bis zu 8 Minuten langen Flugverbotszeit.
Einfach zu steuern, ideal für Piloten aller Könnensstufen.

Herstellen der Einsatzbereitschaft:

Der Hexacopter kommt in einem teilweise zerlegten Zustand und muss vor den Inbetriebnahme zusammen gebaut werden. Die Bedienungsanleitung ist leider nur in Englisch, man bekommt aber auch ohne tiefgreifende Englischkenntnisse erste Hinweise. Im Prinzip gibt es ja auch nicht so viel falsch zu machen, andererseits aber doch. Wo was hin kommt, das herauszufinden ist nicht so schwer. An jeden Anschlussstutzen kommt ein Motor mit Propeller, ganz unten zwei Kufen und an die Motoren noch der Propellerschutz. Der Teufel liegt hier ein wenig im Detail. Es gibt nämlich von den beigelegten Schrauben drei verschiedene Größen (siehe Foto). Auf jeden Fall alles fest verschrauben und nicht nur stecken. Bei einem Sturz bzw. unsanfter Landung können sonst die Teile abfallen und sind unter Umständen im Gelände nicht mehr auffindbar.
Bei der Montage empfiehlt es sich den beigelegten Schraubendreher vor der Arbeit zu magnetisieren. Dann halten die kleinen Schrauben gut von selbst in der Mitte fest und es ist nicht ganz so eine große Fummelei mit den kleinen Schrauben.
In der Bedienungsanleitung wird auf Seite 5 erklärt wie die Kufen und der Propellerschutz angebracht werden, jedoch nicht wie die Motoren mitz den Rotoren auf das Mittelstück aufgesteckt werden. Ich habe das einfach frei nach Schnauze gemacht. In der Anleitung habe ich dann auf der Seite 7 Pic 22 den Hinweis gefunden zu prüfen, ob immer ein Propeller links herum und der andere rechts herum dreht. Vorne links in Uhrzeigerrichtung, vorne rechts gegen den Uhrzeigersinn und dann so weiter. Das war bei bei zwei Rotoren nicht der Fall. Diese habe ich dann miteinander getauscht. Wenn man sich die Motoren anschaut, dann gibt es drei mit rot-blauen Kabeln und drei mit schwarz-weißen Kabeln. Müssen wohl immer im Wechsel angebracht werden. Leider sind die Kabel, welche aus der Basis heraus kommen alle nur schwarz/rot. Daran kann man sich also nicht orientieren.
Beim Akku unter dem Modell muss man die beiden Kabelstränge rot und schwarz zusammen stecken. Der noch frei bleibende Stecker ist der Ladestecker. Diesen kann man mit dem USB Stecker Adapter koppeln und mit einem geeigneten USB -Anschluss verbinde. Während des Ladevorganges (ca. 2 Stunden) leuchtet der Stecker rot und verlischt, wenn der Akku voll ist.

Die Fernbedienung ist recht futuristisch und hat viele Knöpfe und Hebel, so dass man als Anfänger erstmal richtig Angst bekommt. Hinten gibt es ein Fach zum Aufschrauben, wo man drei AA Batterien einlegen muss. Damit ist der Hexacopter startbereit.

Zum Koppeln der Fernbedienung mit dem Copter zuerst den Hexacopter einschalten, danach die Fernbedienung. Nun auf der Fernbedienung den Schub auf volle Leistung und zurück und den Ruderknüppel in alle Richtungen bewegen. Das blinken der Außenlichter des Hexacopters wird dann zu einem Dauerlicht. Nun kann der Hexacopter über die Fernbedienung gesteuert werden.
Die Fernbedienung kann in verschiedene Modi geschaltet werden. Die Art des eingestellten Modus kann auf dem Display unten abgelesen werden. Der wohl am meisten verwendete Modus ist wohl der Modus 2. Steuerknüppel links kontrolliert den Schub und die Drehbewegung und der Steuerknüppel recht bewegt das Luftfahrzeug nach vorne, nach hinten oder nach den Seiten. Mit dem Drehknopf rechts unten kann die Drehzahl begrenzt werden, was gerade für Anfänger (wie mich) empfehlenswert ist, damit er nicht im Himmel entschwindet. Am zweiten oberen Knopf links unten kann das Level eingestellt werden, für mich also Beginner.
Links oben an der Fernbedienung befindet sich noch ein Knopf für die "One Key Return Funktion". Damit kann der Hexacopter falls er sich draußen zu weit entfernt wieder zurück geholt werden.
Zur Orientierung was vorne und hinten ist hat der Hexacopter Positionslichter (vorne vier blaue und hinten zwei rote)

Fotos vom Arshiner MJX X600

Arshiner MJX X600 Verpackung Vorderseite  Arshiner MJX X600 Verpackung Rückseite Arshiner MJX X600 Verpackung Seitenansicht Arshiner MJX X600 Verpackung Innenansicht Arshiner MJX X600 Fernbedienung Arshiner MJX X600 Ein- Ausschalter Arshiner MJX X600 Inhalt der Verpackung Arshiner MJX X600 Turbinen mit Propeller Arshiner MJX X600 Turbine Seitenansicht Arshiner MJX X600 Turbine Unteransicht mit Kabelanschluss Arshiner MJX X600 Fernbedienung Arshiner MJX X600 Fernbedienung Rückseite Arshiner MJX X600 Bedienungsanleitung Arshiner MJX X600 USB Ladekabel Arshiner MJX X600 Ersatz Rotorblätter Arshiner MJX X600 Korpus Draufsicht Arshiner MJX X600 Korpus Unterseite mit Anschlüssen Arshiner MJX X600 Korpus Unterseite mit Anschlüssen Arshiner MJX X600 Korpus Unterseite mit ausgebautem Akku Arshiner MJX X600 Akku Arshiner MJX X600 Korpus Unterseite mit geöffneter Akkuklappe Arshiner MJX X600 Schraubendreher magnetisieren Arshiner MJX X600 Magnetisierter Schraubendreher Arshiner MJX X600 Schrauben unterschiedlicher Länge Arshiner MJX X600 Schrauben unterschiedlicher Länge Arshiner MJX X600 Fertig zusammengesetzter Hexacopter

Kaufmöglichkeit bei Amazon:

Erweiterungen (Kamera) und Ersatzteile:


 

 

 

 

 

 

 

 

Mögliche Alternativen:

 

Flugeigenschaften des MJX X600:

Aufgrund des schlechten Wetters konnte ich den Hexacopter anfangs nur zu Hause im Raum testen. Da meine Räume sehr klein sind ist es für mich als Anfänger recht schwer den Hexacopter ruhig zu halten, damit er nicht überall gegen fliegt. Also er stabilisiert nicht von alleine, sondern man muss mit der Fernbedienung die Dreh- und Schlingerbewegungen versuchen auszugleichen, wofür man dann doch eine Weile üben muss.
Was ich so im Internet bisher gelesen habe sind diese Bewegungen normal und erst in einer Höhe von etwa zwei Metern wird der Flug stabiler.

Nun ist es mittlerweile Sommer und mir ist es inzwischen gelungen ein wenig Zeit zu finden, den Hexacopter draußen im Freien zu testen. Ich habe mir dafür eine sehr große Wiese ausgesucht. Hier kann man nach belieben üben und wenn er doch mal unsanft landet, dann landet er im Gras oder Unkraut doch recht weich.

Von den Flugeigenschaften bin ich sehr angetan. Zwar ist es meine erste Drohne und ich habe noch keine Vergleichsmöglichkeiten, jedoch kann ich sagen, dass ich als Anfänger gut damit zurecht komme. Die Steuerungen reagieren präzise und auch leichter Wind macht der Drohen nicht so viel aus. Das gilt auch für diverse Abstürze bzw. missglückte Landungen, die das Gerät gut weggesteckt hat.  Es ist nichts abgebrochen und alles läuft weiterhin zufriedenstellend.

Die Drohne startet ohne Probleme und liegt sicher in der Luft (kein starker bzw. böiger Wind vorausgesetzt). Alle Propeller drehen gleichmäßig, so dass bis jetzt ein Nachkalibrieren nicht notwendig war. Zum Anfang muss man ein wenig üben mit dem Drehen, damit die Drohne auch wirklich vorwärts fliegt. Aus der Entfernung kann es schnell mal sein, dass man nicht mehr weiß was vorne und hinten ist. Normalerweise erkennt man es an der Farbe der Positionslichter.

Man kann mit der Drohne gut in die Standschwebe gehen und auch halten. Wie beim echten Hubschrauber auch, ist das Halten nicht ganz so einfach, da es in der Luft viele Strömungen gibt. So richtig stabil fliegt die Drohne ab 2 Meter Höhe. 

Flips sind auch kein Problem und werden durch das Drücken des entsprechenden Knopfes vorbildlich ausgeführt. Man sollte dabei aber noch genug Höhe haben. Führt man dieses Manöver zu tief aus, kann die Strömung abreißen und der Copter stürzt ab.

Natürlich wollte ich auch ein paar Aufnahmen aus der Höhe machen. Normalerweise kann man dafür zusätzlich eine Kamera erwerben (C4010, C4002), welche genau unten eingebaut werden kann. Damit kann man Aufnahmen machen und auch den Copter Im Live-Modus fliegen, als ob man selbst im Cockpit sitzt. 

Ich habe es aber erstmal mit einem GoPro Clone probiert und diese kleine Kamera einfach mit Klettband und Gummis unterhalb der Drohen befestigt. Das hat auch sehr gut funktioniert und die Drohne konnte trotz des größeren Gewichtes gut starten. Hier ist ein kleines Video davon:

 

Bedienungsanleitung für den Arshiner MJX X600

Hier können Sie die Bedienungsanleitung für den Arshiner MJX X600 als pdf herunter laden.

Versicherung für den Arshiner MJX X600 - Flugmodell oder unbemanntes Luftfahrtsystem?

Hier ist es wichtig zu wissen, haben Sie ein Flugmodell oder ein ein unbemanntes Luftfahrtsystem. Entscheidend für die Zuordnung ist die Nutzung. Wird die Drohne zum "Zwecke des Sports oder der Freizeitgestaltung" genutzt so ist es ein Flugmodell, bei sonstigen Zwecken, insbesondere gewerblichen (Fotoaufnahmen zum Zwecke des Verkaufs), dann ist es ein unbemanntes Luftfahrtsystem. Ein unbemanntes Flugsystem ist auf jeden Fall erlaubnispflichtig. Sie benötigen dann dafür eine sogenannte Aufstiegsgenehmigung. Diese kann für einen einzelnen Flug oder für einen befristeten Zeitraum erteilt werden. Ein Antrag muss bei der  jeweils zuständigen Landesluftfahrtbehörde gestellt werden. Eine Haftpflichtversicherung und der Nachweis der persönlichen Eignung sind Pflicht. 

Wenn Sie also nicht gerade eine Kamera an den Arshiner montieren, um die Luftaufnahmen zu verkaufen oder sie anderweitig gewerblich nutzen, dann sollte es ein Flugmodell sein. Eine weitere Voraussetzung welche dafür erfüllt sein muss, sie darf nicht über 5 kg wiegen und muss per Elektromotor angetrieben werden. Auch diese beiden Bedingungen erfüllt der Arhiner MJX X600. 

Der Betrieb unseres Modells ist also nicht erlaubnispflichtig. Das bedeutet aber nun nicht, dass man sie überall aufsteigen lassen kann. Steuern darf sie im Prinzip jeder, auch Kinder. Erwachsene  sollten aber auch jeden Fall als Aufsicht mit dabei sein. Leider kann so ein Fluggerät trotz seines geringen Gewichtes großen Schaden anrichten. Es kann auf die Straße fliegen/abstürzen und Auto- bzw. Motorradfahrer sich erschrecken und einen schweren Unfall verursachen. Personen können gefährliche Augenverletzungen durch die Propeller erleiden. Der Copter kann in die Hochspannungsleitungen fliegen und in halb Europa fällt dadurch der Strom aus usw. 

Es gibt daher eine Liste von verbotenen Zonen, in denen überhaupt nicht geflogen werden darf. Beispielsweise im Bereich 1,5 km um Flugplätze, über Menschenansammlungen, Wohngebiete, Atomkraftwerke, militärische Einrichtungen usw. Hier gelten dann auch wieder die gesetzlichen Regelungen der einzelnen Bundesländer.

Außerdem dürfen sie die Drohne immer nur auf Sicht fliegen, also 200-300 Meter weit und ca. 100 Meter hoch. Eine Kamera mit Livebild gilt nicht als Sicht!

Geplant ist, die gesetzlichen Regelungen in den nächsten Jahren zu verschärfen. So soll es dann eine Kennzeichnungspflicht für Drohnen geben, um den Verursacher von Schäden schneller ausfindig machen zu können. 

Da die verursachten Schäden, insbesondere die Folgeschäden doch erheblich sein können ist es sinnvoll eine entsprechende Drohnenversicherung abzuschließen. Eine erste Möglichkeit wäre, beim eigenen Versicherer nachzufragen, ob solch eine Versicherung eventuell bereits im normalen Haftpflichtpaket enthalten ist oder ob man sie kostengünstig hinzubuchen kann. Falls nicht, kann man sie auch separat bei verschiedenen Anbietern abschließen. Da gibt es nun verschiedene und sich auch schnelle ändernde Angebote. Deshalb einfach mal bei Google suchen. Zum Beispiel bei www.drohnen-versichern.de  gibt es ein XXL Gesamtpaket für 82 € im Jahr mit 20 Mio Haftungssumme für beliebig viele Drohnen, auch im Ausland (nicht USA und Kanada) und eine komplette Familienhaftpflicht ist auch gleich mit dabei. Prüfen Sie aber auf jeden Fall bei den Versicherungen die Bedingungen sehr genau. Bei manchen preiswerten Angeboten dürfen Sie Ihr Modell nur auf speziellen Plätzen aufsteigen lassen. 

Vorläufiges Fazit:

Das Modell macht einen optisch positiven Eindruck und sieht auch recht stabil aus. Eine Abdeckung der Leuchten ist allerdings schon vor dem ersten Start abgefallen und das abermals nach erneuter Befestigung. ich habe sie jetzt mit Kleber neu angeklebt.
Die Geräuschentwicklung ist relativ gering, so dass man kaum jemanden stören dürfte. Die Flugzeit liegt so bei 10 bis 15 Minuten. Kann man nicht so genau sagen, da ja dazwischen auch Standzeiten sind und die Flugzeit ja auch von der eingestellten Leistung abhängt.
Für einen absoluten Anfänger ist der Hexacopter auf einer schönen grünen Wiese am besten zum Üben aufgehoben.
Nicht so gut finde ich bis jetzt die Bedienungsanleitung, welche nur auf englisch ist. Für eine Steckdosenleiste mag das ok sein, aber bei komplexeren Geräten sollte man sich doch die Mühe machen eine in der jeweiligen Sprache, zumindest zum Download, bereit zu stellen.

Der Akku hat jetzt nach zwei Jahren schlapp gemacht. Ich hatte ihn vergessen nach Gebrauch wieder auszuladen und das hat er mir wohl übel genommen. aber zum Glück gibt es ja Ersatzakkus.

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