Garten

Hier finden Sie verschiedene Ratgeber zum Thema Garten

Ratgeber - Braune Punkte in Äpfeln - was ist das?

Von außen sieht der Apfel verführerisch gut aus, jedoch nach dem Schälen bzw. dem Durchschneiden offenbaren sich überall mehr oder weniger kleine braune Punkte. Das ist die Stippe. 

Schadbild der Stippe:

Der Apfel kann von Außen perfekt aussehen, aber nach dem Schälen zeigen sich kleine oder größere braune Punkte im Fruchtfleisch. Verstärkt am Rand, aber auch zur Mitte hin. Sehen ein wenig aus wie Sommersprossen. 

Stippe bei Aepfeln Boskoop Stippe bei Aepfeln zwei Boskoop Seitenansicht Stippe bei Aepfeln Boskoop Äpfel aufgeschnitten Stippe bei Aepfeln stippiger Apfel Stippe bei Aepfeln braune Punkte am Rand Stippe bei Aepfeln geschälter Apfel mit Stippe Stippe bei Aepfeln sippiges Apfelstück

Auch die Schale kann mehr oder weniger von solchen Flecken betroffen sein. Diese haben eine bräunliche Färbung, sind unregelmäßig und etwas vertieft. 

Wodurch wird die Stippe verursacht?

Die Stippe ist eine Mangelerscheinung, also keine Krankheit und keine durch Schädlinge oder Pilze verursachte Erkrankung. Sie tritt vor allem bei Äpfeln mit besonders großen Früchten auf. Bei mir im Garten ist das vor allem der "Rote Boskoop" und der "Ontario". Anfällig dafür sind auch die Sorten Jonagold, James Grieve, Gravensteiner, Cox Orange und die Goldparmäne.

Die direkte Ursache liegt am Calciummangel. Dieses fehlt einfach in den betreffenden Früchten. Soweit ist das also erstmal einfach. Nun kommt aber das Problem, warum das Calcium in den Früchten fehlt und damit wird die Sache kompliziert. 

Manch ein Gärtner greift jetzt schnell zur Calciumdünger für den Boden und ... Nichts ändert sich. Ist z. B. zuviel Stickstoff im Boden (weil gedüngt) so wachsen sehr stark die Äste und Blätter. Das im Boden vorhandene Calcium wird dafür verbraucht und es ist nichts mehr für die armen Früchte übrig. 

Aber auch der zu starke Rückschnitt der Baumkrone kann bei einigen Apfelsorten zu einen starken Wildwuchs der Äste führen, der wiederum das Calcium verbraucht. 

Starke Schwankungen des Wasserhaushaltes (extreme Trockenheit, extreme Nässe) können ebenfalls zur Stippe führen. Gegen zu viel Regen können Sie nichts tun, jedoch bei Trockenheit regelmäßig gießen.

Seien Sie insgesamt sehr vorsichtig mit Mineraldüngern! Auch ein Zuviel von Kalium und Magnesium im Boden können die Stippe fördern. Wenn düngen, dann besser mit organischen Düngern wie Pferdemist oder Kuhdung. 

Bei längerer Lagerung der Äpfel kann sich das Pronblem der Stippe verstärken.

Ich habe einen stippigen Apfel gegessen, muss ich nun sterben?

Nun ja... falls Sie sich nicht gerade daran verschluckt haben und keine Luft mehr bekommen, brauchen Sie keine Sorgen zu haben. Ihr normales Sterbedatum wird auch vom Genuss stippiger Äpfel eher positiv beeinflusst (Äpfel sind gesund). Sie und die Kinder können die Äpfel ohne Sorgen essen oder zu Kompott verarbeiten. Die Schale mit Stippe würde ich empfehlen abzuschälen. Ist der Apfel extrem befallen, dann allerdings ist es besser ihn zur Biotonne zu bringen bzw. im Winter den Vögeln als Nahrung hinzulegen. Bei starker Stippe ändert sich der Geschmack und der Apfel kann bitter schmecken. 

Was kann man gegen stippige Äpfel tun?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen sollten Sie darauf achten, dass der Obstbaum ganzjährig eine ausreichende Wasser- und Nährstoffzufuhr hat. Bei Trockenheit sollte gegossen werden, damit die Nährstoffzufuhr nicht unterbrochen wird. 

Haben Sie in den Jahren davor viel mit Stickstoff bzw. Magnesium und Kalium gedüngt, sollten Sie diese Dünger erstmal weglassen. Verwenden Sie am besten einen Calciumdünger der über das Blattwerk aufgebracht wird (Spritzmittel, siehe weiter unten). So kommt das Calcium direkt zu den Früchten. 

Falls Sie doch düngen möchten, verwenden Sie organische Dünger wie Pferde oder Kuhmist (beim Bauern meist kostenlos oder günstig abzugeben). Kann man auch als Granulat kaufen (siehe weiter unten).

Achten Sie auf eine ausgeglichene Kronenform der Bäume und vermieden Sie Wildwuchs. Bei starkem Wachstum geht das Calcium in die Blätter und Äste und für die Äpfel bleibt nicht genug übrig. Also Stickstoffdünger vermeiden, denn diese fördern den Wuchs. Beim Schneiden vorsichtig sein, viele gerade ältere Bäume reagieren auf einen zu radikalen Schnitt mit extremen Wildwuchs. Schneiden Sie besser im Sommer (auch wenn dadurch einige Früchte verloren gehen) und nicht zu stark. Machen Sie sich mit entsprechender Fachliteratur schlau, wie Obstbäume korrekt geschnitten werden müssen

Wichtig: Machen Sie Gründungen mit calciumhaltigen Präparaten (siehe unten). Am besten im Juni alle 10 Tage, insgesamt vier Mal. 

Versuchen Sie die Äpfel zeitnah zu essen bzw. zu verarbeiten, da längere Lagerzeit die Stippigkeit erhöht.

Und zu guter Letzt, wenn Sie sowieso neu Pflanzen wollten, nehmen Sie Apfelsorten, welche nicht für die Stippe anfällig sind:

Das sind nach der "Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau die folgenden Sorten: Zitat "z.B. 'Rubinette', 'Jonathan', 'Piros', 'Rebella', 'Florina', 'Resi', 'Retina', 'Topaz, 'Ariwa'"

In manchen Ländern (in Deutschland verboten) werden Äpfel vor der Lagerung für 36 Stunden in ein Calciumbad getaucht. Ob dadurch schon vorhandene Stippe beseitigt wird kann ich nicht sagen.  Auf jeden Fall soll es wohl einer Verschlimmerung des Problems durch Lagerung vorbeugen.

Sie sollten folgendes gegen Stippe bei Amazon Kaufen:

 

Einen Komposthaufen im Garten anlegen

Der Komposthaufen dient zur Sammlung und Aufbereitung von diversen Garten- und Hausabfällen. Dabei wird das Sammelgut in sauerstoffreicher Umgebung durch Bakterien und Klein- bzw. Kleinstlebewesen zersetzt und steht zur erneuten Verwendung im Gartenkreislauf zur Verfügung.

Auswahl des Platzes für den Komposthaufen:

Idealerweise sollte der Platz im Halbschatten oder Schatten liegen. Der Platz darf auch nicht zu trocken sein, dh. bei Regen muss er genügend Feuchtigkeit bekommen. Er sollte so liegen, dass Sie ihn schnell erreichen können, um Kompostmaterial hinzuzufügen. Denken sie auch daran, dass der Komposthaufen später mindestens einmal im Jahr umgesetzt werden muss. Dafür sollte genügend Platz vorhanden sein. Ebenso für das spätere Durchsieben. Auch an die Nachbarn denken, welche vielleicht den Komposthaufen direkt vor ihrem Fenster nicht so toll finden. Geruchsbelästigungen sollten, wenn Sie alles richtig gemacht haben, nicht auftreten.

Für kleinere Gärten gibt es im Baumarkt auch schon fertige Komposter. Diese sind meist aus recycelter Plaste, werden aber oft an der Luft und Sonne schnell unansehnlich. 

Was kann auf den Komposthaufen gelegt werden?

Gartenabfälle wie:

Rasenschnitt

Gras ist sehr wasserreich und enthält viel Stickstoff. Bitte nicht direkt nach dem Mähen auf  den Komposthaufen legen. Erst antrocknen lassen. Dazu bei Sonnenschein weitläufig ausbreiten und einen Tag trocknen lassen. Danach zusammen harken und auf den Kompost legen. Bei viel Gras, mit anderen Abfällen mischen.

Laub

Besonders im Herbst kann viel Laub anfallen. Gerade bei sehr großen Bäumen kann der Komposthaufen im Herbst zu enormen Höhen anwachsen. Eichenlaub ist z.B. problematisch durch den hohen Anteil an Gerbsäuren.Viele Kommunen bieten hier eine Entsorgung über Laubsäcke an, entweder kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt. Legen sie das Laub möglichst nicht nass auf den Komposthaufen, sondern lassen sie es antrocknen. Am besten auch wieder mit anderen Abfällen mischen.

Pflanzenreste

Sie können alle Arten von Pflanzenresten auf dem Komposthaufen kompostieren. Sind die Reste sehr groß, vorher klein schneiden. Vorsicht bei besonders hartnäckigen Unkräutern. Diese können schnell den Komposthaufen durchwuchern. Dass betrifft zum Beispiel Quecke, Zaunrübe und Winde. Diese am besten über den Müll entsorgen.

Moos

Moos siedelt sich immer mehr in unseren Gärten an. Wird es dann ausgeharkt, sammeln sich schnell große Mengen davon an. Leider vergeht Moos auf dem Komposthaufen sehr schlecht. Versuchen Sie vorher andere Verwendungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen, z.B. als Füllmaterial in Tiergehegen. Ansonsten das Moos immer mit anderen Abfällen gut vermischen.

Strauchwerk

Dieses kann nicht so einfach auf den Komposthaufen gelegt werden, sondern muss vorher zerkleinert werden. Das kann man bei übersichtlichen Mengen per Hand tun (etwa Fingergröße), oder bei größeren Mengen mit einem Gartenhäcksler. Mischen Sie die Stückchen am besten mit Rasenschnitt und anderen Resten. Dadurch wird die Durchlüftung verbessert und der Kompost geht schneller durch.

Küchenabfälle

Kraut von Gemüse, Kartoffelschalen, Eierschalen, Teeaufguss, Kaffeesatz, Asche vom Holzkohlegrill.

Was gehört nicht auf den Komposthaufen?

  • Tierische Essenreste wie z. B. Knochen, Fleisch usw. Diese ziehen Schädlinge wie z. B. Ratten und Mäuse an.
  • Krankes Laub oder andere pflanzliche Abfälle, die mit Krankheiten oder Giften belastet sind.
  • Unvergängliche Dinge wie Glas, Steine, Porzellan, Metall und Kunststoffe.
  • Menschliche Fäkalien
  • Staubsaugerbeutel
  • Zitrusfrüchte und Orangen
  • Kohleasche
  • Öle und Farben
  • Bauschutt und Mörtel
  • Papier und Pappe nur wenn ausdrücklich erlaubt

Wie den Komposthaufen Pflegen?

Der Komposthaufen darf nicht austrocknen. Falls es lange Zeit nicht geregnet hat, ist es sinnvoll, ihn maßvoll zu bewässern. Damit der Kompost schneller durch ist, gibt es im Handel entsprechende Beschleuniger zu kaufen. Diesen können Sie beim Schichten mit einstreuen. Ist der Komposthaufen sehr groß, nehmen Sie am besten Düngekalk und streuen sie ab und zu etwas davon auf den Kompost. Das wird dann nicht so teuer.

Halten Sie den Komposthaufen so weit es, geht unkrautfrei. Regelmäßig Unkraut zupfen oder den Komposthaufen mit einer Schicht Rasenschnitt abdecken. Sie können auch eine Gründüngung säen, wie Senf oder Lupinen.

Regelmäßiges Harken, da der Komposthaufen ein besonders Zielobjekt der Vögel ist. Dort gibt es ja Unmengen von Würmern, Käfern usw. Der Kompost wird hier von den Tieren oft regerecht auseinandergenommen.

Ansonsten sollte der Komposthaufen eine Höhe von 0,75 cm nicht überschreiten. Wird er höher, dann wird das Gewicht zu groß, der Kompost wird zusammengepresst und es kommt kein Sauerstoff mehr heran. Die Folge ist, er vergeht auch nicht.

Passen Sie auf, dass der Komposthaufen nicht zu trocken wird. Die Abfälle werden dann nicht mehr zersetzt. Auch zu feucht darf er nicht sein, dann bildet sich Fäulnis und er fängt an zu stinken.

Sammeln Sie am besten den Kompost ein Jahr bis zum Frühjahr an. Dann setzen Sie den Komposthaufen auf eine andere Stelle um. Auf der alten Stelle kann dann der neue Komposthaufen entstehen. Nach einem Jahr wiederum im zeitigen Frühjahr (März/April) sieben Sie den alten Komposthaufen mit einem Sieb durch. Der neue Komposthaufen wird wieder umgesetzt und gleichzeitig mit dem Rest vom Durchsieben des alten Komposthaufens vermischt.

Wohin mit dem fertigen Kompost?

Wenn Sie im zeitigen Frühjahr den Kompost durchgesiebt haben, kann er entsprechend verwendet werden. Die Einsatzgebiete sind vielfältig. Ein Nachteil in Bezug auf gekaufte Blumenerde besteht allerdings. Die Komposterde enthält oft viele Samen von Unkräutern, welche auch nach Jahren noch keimfähig sind. Geschlossene Komposter schneiden diesbezüglich besser ab, da hier kaum Samen durch den Wind hineingetragen werden.

Sie müssen also damit rechnen, dass der Samen aufläuft und Sie kräftig Unkraut jäten müssen.

Nutzen können sie den Kompost zum Beispiel im Gemüsegarten. Einfach untergraben, bzw. einarbeiten. Balkonkästen und Blumenkübel können damit gefüllt werden. Am besten mit gekaufter Erde oben abdecken. Haben Sie sehr große Mengen und einen Rasen, dann können Sie den gesiebten Kompost auch auf dem Rasen wie Dünger verteilen. Einfach ausstreuen und eventuell mit einer Harke einarbeiten. Bei englischen Rasenflächen würde ich diese Methode aber nicht anwenden, weil man sich damit auch sehr viel Unkräuter in den Rasen holen kann. Streuen Sie den Kompost am besten vor Regentagen aus und wenn der Regen vorbei ist und der Kompost wieder trocken, arbeiten sie ihn nochmals gut ein. Sie werden sehen, der Rasen wird sehr schön grün und saftig. Allerdings hält dieser Effekt nicht so lange an, wie z. B. bei Langzeitdüngern.

Wenn Sie gar nicht wissen, wohin mit dem Kompost, dann gibt vielerorts auch die Möglichkeit den Komposthaufen abfahren zu lassen. Meist zu den großen Kompostieranlagen.

Industriell gefertigte  Komposter:

Im Baumarkt gibt es eine ganze Reihe bereits fertiger Komposter. Dieses haben vor und Nachteile. Der Vorteil besteht darin, dass sie geschlossen sind. Dadurch kann kein Samen in den Kompost wehen und im Herbst weiß man dass auch zu schätzen, weil die Blätter der Bäume gut und sicher darin liegen, während sie vom normalen Komposthaufen beim nächsten stärkeren Wind wieder in den Garten geweht werden. Daher dort die Blätter wenn möglich mit Kompost abdecken. Ein weiterer Vorteil kann darin liegen, dass die Komposter meist eine dunkle Oberfläche besitzen und sie dadurch schön warm werden. Dadurch wird die Zersetzung gefördert und die Keimfähigkeit der Unkrautsamen zerstört. Auch wird verhindert, dass zum Beispiel Vögel oder andere Tiere sich daran zu schaffen machen.

Die Nachteile sind ebenfalls in der geschlossenen Form zu sehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei den meisten Kompostern zu wenig Regenwasser in den Kompost gelangt. Da muss man den Kompost dann ständig gießen oder viel Küchenabfälle dazu geben, dann trocknet er weniger aus. Zudem sind viele Komposter aus recycelter Plaste hergestellt und nicht besonders haltbar. Manche fallen schon wieder kurz nach dem Zusammenbau auseinander. Ich musste meinen Komposter erstmal mit festem Draht an den Seiten zubinden und Löcher in den Deckel bohren. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Komposter unten nichts oder nur ein Gitter hat, damit die Würmer & Co. auch in den Kompost gelangen können. Für alle Fälle beim Ansetzen eine Portion Würmer (vom Nachbarn) dazu geben. Es gibt auch Kompostierhilfen zu kaufen. Diese sind gar nicht so schlecht und man bekommt sie am Ende des Jahres oft zum Ausverkaufspreis. Diesen ab und zu dazu geben, dann verrottet der Kompost im Komposter schneller. Auch Regenwürmer gibt es übrigens zu kaufen siehe unten:

 

 

 

Wie kann man den Maulwurf aus dem Garten vertreiben?

Der Maulwurf ist kein Gartenschädling, sondern ein Gartennützling, da er im Laufe seines Lebens Unmengen von Schädlingen verspeist. Leider hat seine Tätigkeit unangenehme Nebenwirkungen. Durch seine intensive Grabetätigkeit werden Pflanzen aus der Verankerung gerissen, zugeschüttet, das Gras von Rasenflächen wird erstickt, Steine und schlechter Boden werden nach oben gewühlt und man kann durch einbrechende Gangsysteme schwer stürzen.

Der Maulwurf steht allerdings unter strengem Naturschutz (Bundesnaturschutzgesetz) und so bleiben dem Gärtner nur relativ wenig Möglichkeiten. Töten dürfen Sie den Maulwurf gar nicht. Tun sie es doch, können hohe Geldstrafen verhängt werden. Das Ausbuddeln und das Fangen sind eigentlich ebenfalls nicht erlaubt. Das Fangen mit Lebendfallen bedarf normalerweise einer Ausnahmegenehmigung der unteren Landschaftsbehörde. Lediglich das Vergrämen steht dem Gartenbesitzer legal zur Verfügung. Bei kleinen Gärten sicherlich gut möglich, bei großen Gärten sieht das schon schlechter aus, da der Maulwurf oft nur an eine andere Stelle ausweicht. Zudem gibt es auch beim Maulwurf einen Gewöhnungseffekt. Deshalb ist es sinnvoll, die Methoden von Zeit zu Zeit zu wechseln.

Ich habe hier eine Anzahl von Vergrämungsmöglichkeiten zusammen getragen. Ob sie alle funktionieren habe ich nicht getestet. Der eine Gartenbesitzer hat damit Erfolg, der andere nicht. Also einfach selbst austesten.

Bevor wir aber zu dem Tipps kommen, hier noch einige interessante Fakten über den Maulwurf. 

Der Maulwurf welcher in Deutschland vorkommt heißt Europäischer Maulwurf.

Typ: Säugetier

Größe und Gewicht: 10 bis 17 cm lang und 60 bis 120 Gramm schwer

Zähne: 44 Stück - Achtung diese sind sehr klein und spitz und der Maulwurf kann ordentlich zubeißen. Kann ich aus Erfahrung sagen, denn ich wurde mal von einem gebissen. Er war so süß, wollte jedoch nicht gestreichelt werden. 

Alter: Drei bis fünf Jahre, meist aber nur 1 Jahr

Besonderheiten: Besonders starke vordere Grabearme, Augen sehr klein, fehlende Ohrmuscheln, Orientierung über Tasthaare und Geruch

Grabegeschwindigkeit: Bis zu 7 Meter pro Stunde (Je nach Bodenbeschaffenheit und Grabetiefe)

Laufgeschwindigkeit im Gang: ca. 4 km/h

Grabetiefe: 10 bis 60 cm, Nestkammer zur Aufzucht der Jungen, zur Erholung und Nahrungsspeicher, erkennbar an einem besonders großem Erdhügel (Burg).

Wachrythmus: Drei Aktivitätsphasen - Vormittags, Nachmittags und gegen Mitternacht für etwa 5 Stunden

Winterschlaf: leider nein

Reviergröße: etwa 2000 m²

Paarungszeit: Frühling

Wurf: durchschnittlich drei bis vier Jungtiere

Lebensweise: Einzelgänger

Ernährung: Regenwürmer und Insekten Besonderheit: Ein Maulwurf von 100 Gramm vertilgt pro Jahr 20 bis 30 kg Insekten, darunter viele Schädlinge wie Engerlinge. Kann nicht über 12 Stunden ohne Nahrung auskommen - hohe Stoffwechselaktivität. Regenwürmern wird der Kopf abgebissen und diese zur späteren Nahrungsaufnahme zwischen gelagert. Maulwürfe fressen keine Pflanzen oder Pflanzenteile!

tierische Feinde: Raubvögel wie Eulen, Mäusebussarde, Rabenvögel, Weißstörche, sowie Raubtiere wie Füchse, Marder, Wiesel, Mauswiesel, Iltis, gelegentlich Wildschweine. Haushunde, Katzen

weitere Todesursachen: Hochwasser, strenge Frostperioden ohne Schnee, Rivalen, Bautätigkeit oder Nachstellung durch den Menschen

Hier gibt es einen interessanten Film von terra-xpress über den Maulwurf bezüglich der Vergrämung: http://www.zdf.de/terra-xpress/das-maulwurf-raetsel-5901052.html

Hier verschiedene Tricks zum Vergrämen von Maulwürfen:

Hierbei ist zu beachten: Bei kleinen Gärten oder z.B. bei Gräbern auf dem Friedhof hat man eher Erfolg, als bei sehr großen Gärten. Ist ein Maulwurf dauerhaft nicht mehr da, dann wandern andere Maulwürfe schnell in die frei gewordenen Gangsysteme nach. Besser sie arrangieren sich mit dem schon vorhandenen Maulwurf. Bedenken Sie, dass er kiloweise Schädlinge verspeist, welche sonst ebenfalls die Pflanzen stark schädigen würden. Wenn Sie einen Maulwurfshaufen verharken, dann nicht das Luftloch in der Mitte verschließen, sonst ist der Hügel gleich wieder da. Wenn  Sie gute Erde im Garten haben, dann können Sie die Erde anderweitig verwenden (zum Befüllen von Blumentöpfen oder im Herbst zum Anhäufeln der Rosen). Falls der Haufen im Rasen liegt, dann beim Verharken immer auf Steine achten. Unbedingt die Steine Wegsammeln, damit der Rasenmäher sie nicht beim nächsten Mähen nach oben wirbelt. 

Achtung: Nochmals der Hinweis - Maulwürfe dürfen nicht gefangen und erst recht nicht getötet werden! Ausnahmen müssen beantragt werden!

Hier sind die Tipps zum Vergrämen:


1. Einen mit Petroleum gefüllten Lappen in den Gängen einbuddeln. (Später wieder entfernen und im Restmüll entsorgen!)
2. Ein Eisenrohr in den Boden rammen und am Tag einige Male mit dem Hammer dagegen schlagen.
3. Einen Holzpflock in den Boden rammen und ein paar Mal am Tag dagegen schlagen.
4. Eine Flasche mit dem Kopf nach oben in den Maulwurfshaufen stecken. Der Wind verursacht einen leichten Pfeifton. (Nicht die Flasche unten zerschlagen, der Maulwurf könnte sich daran verletzen.)
5. Buddeln Sie Knoblauchzehen in den Gängen und Haufen ein. der starke Geruch soll den Maulwurf vertreiben. Positiver Nebeneffekt, Sie können guten Knoblauch ernten.
6. Im Handel gibt es Piepsgeräte, welche man in den Boden stecken kann und die in bestimmten Abständen ein Signalton abgeben. Am besten verwenden Sie hier solche, die mit Solarzellen versehen sind. Da brauchen Sie keine Batterien verwenden. Recht zufrieden war mich mit Gardigo Solar Wühltierfrei.
7. Nehmen Sie alten Fisch und graben Sie diesen in den Maulwurfsgängen ein.
8. Brennnesseljauche hat sich als sehr wirksam erwiesen. Sammeln Sie schön viele Brennnesseln und lassen Sie diese bei warmer Sonne mindestens 10 Tage gären. Die stark stinkende Brühe kippen Sie in die Gänge. Verdünnt können Sie damit auch Ihre Gemüsepflanzen düngen. Vorsicht vor dem Nachbarn, den können Sie mit dem Gestank gleich mit vergrämen. 
9. Lassen Sie Ihre Kinder viel im Garten spielen. Wo Kinder den ganzen Tag rumtrampeln, schreien usw., da fühlt sich kein Maulwurf wohl.
10. Molke und Buttermilch sollen Ihn ebenfalls vertreiben. Mischen Sie die Zutaten im Verhältnis von 3:1, stellen Sie sie 4 Tage an ein warmes Plätzchen und geben Sie das Gemisch in die Gänge.
11. Mottenkugeln in die Gänge stecken.
12. WC-Duftsteine in den Gängen platzieren. 
13. Mähen Sie oft den Rasen. Der Maulwurf ist sehr geräuschempfindlich und wird eventuell die Flucht ergreifen. Wunder soll auch ein Mähroboter wirken.
14. Die Pflanze Kaiserkrone mögen die Maulwürfe nicht und verschwinden. Wenn Ihr Garten klein ist, dann pflanzen Sie doch mal einige Exemplare.
15. Windräder und Windspiele sollen durch ihre Geräusche ebenfalls den Maulwurf vertreiben.
16. Düngen Sie Ihren Rasen usw. gut. Aus gut gedüngtem Rasen verschwinden die Regenwürmer und damit auch der Maulwurf.
17. Menschenhaare ins Maulwurfsloch gestreut mag Mauli ebenfalls nicht. Also den nächsten Haarschnitt nicht wegwerfen, sondern ökologisch weiter verwenden.
18. Katzenhaare, Hundehaare und auch Haare von anderen Tieren sollen den Maulwurf ebenfalls zur Flucht verleiten.
19. Jauche aus Holunderblättern soll ebenso helfen. Dazu 1 kg frische Holunderblätter mit 10 Liter Wasser mischen und 10 Tage warm stehen lassen. dann in die Gänge gießen.
20. Zigarettenstummel in den Gängen vergraben soll auch ganz gut helfen. (Aus Umweltgründen eher nicht zu empfehlen!)
21. Wenn die Maulwürfe immer von einer bestimmten Seiten in Ihren Garten einfallen oder der Garten nicht so groß ist bzw. zum Schutz begrenzter Beetflächen oder Rondelle, hat es sich bewährt, Maschendraht an den Seiten tief einzugraben (mindestens 30 cm tief),
22. Tücher getränkt mit Salmiakgeist in die Gänge stecken.
23. Falls Sie eine eigene Katze haben, oder die fremde öfters zu Ihnen geht, dann soll es sich extrem gut bewährt haben, die Hinterlassenschaft in den Gängen zu verbuddeln.
24. Sie benötigen je ein Liter Milch und Buttermilch. Dieses miteinander vermengen und an einem sonnigen bzw warmen Ort stehen lassen, bis es zum Himmel stinkt. Mit einem Schuss Parfüm versehen und mit 12 Liter Wasser verdünnen. Dann in die Gänge gießen. Soll selbst den hartnäckigsten Maulwurf in die Flucht treiben. Sonst kann man auch Buttersäure direkt kaufen.
25. Sie können sich auch mit professionellen Mitteln aus dem Gartencenter helfen.
Da gibt es beispielsweise:

Maulwurf-Frei von Celaflor
Maulwurf-Raus von COMPO
Maulwurf Schreck von Neudorf
Alle ökologischen Präparate sind mit natürlichen Ölen getränkt, welche den Maulwurf vertreiben sollen. Sie kosten von 6-15 €, sind also nicht ganz billig.

Maulwurf Vergrämen Kaufmöglichkeiten bei Amazon:

 

Es gibt bei Amazon auch Lebendfallen zum Umsiedeln von Maulwürfen. Achtung: Nochmals der Hinweis - Maulwürfe dürfen nicht gefangen und erst recht nicht getötet werden! Ausnahmen müssen bei der Naturschutzbehörde beantragt werden!

 

Falls Sie die Genehmigung zum Lebendfang erhalten haben, dann ist es wichtig die Lebendfallen mehrmals am Tage zu kontrollieren. Ist der Maulwurf dort längere Zeit ohne Bewegungs- und Fressmöglichkeit eingesperrt kann er sterben.

Sie werden sich vielleicht wundern, dass es bei Amazon sogar Tötungsfallen für Maulwürfe gibt. Offiziell ist der Verkauf dieser Fallen nicht verboten. Wie bei vielen Dingen ist der Besitz nicht strafbar, wohl aber die Anwendung solcher Fallen.

Fotos zum Thema Maulwurf:

Maulwurfshaufen Maulwurf 2 Maulwurflebendfalle

Mein Rat zu guter Letzt:

Ich habe den Maulwurf jetzt seit fast 50 Jahren in meinem Garten (1400 m²). Er ärgert mich zwar mit seinen Haufen sehr, hält mir aber auch die vielen schädlichen Engerlinge niedrig, von denen ich im Garten sehr viele habe. Ist der Maulwurf fort, kommt sofort ein anderer von den Wiesen. Also versuche ich mit dem Maulwurf zu arrangieren und ihn nur von Beeten und neuangepflanzten Büschen und Bäumchen fern zu halten. Das kann man mit den genannten Vergrämungsmethoden erreichen. Diese unbedingt im Wechsel anwenden, da der Maulwurf unglaublich anpassungsfähig ist (sonst wäre er vermutlich auch schon ausgestorben). Lärm beeindruckt ihn nur kurze Zeit. Wer es nicht glaubt braucht nur mal an der Autobahn zu schauen, da gibt es Maulwurfshaufen bis direkt ran an den Asphalt.  Und das wo daneben den ganzen Tag schwere LKWs rüberdonnern. Das sind Erschütterungen wie ein kleines Erdbeben.

Ansonsten kann ich Ihnen noch die Reihe "Der kleine Maulwurf" empfehlen.