Ratgeber Verbrauch an Elektroenergie und Wärmeenergie senken und damit Geld einsparen

Sparschwein-Geld sparen

Bei persönlichen oder globalen Krisen ist es meist notwendig, Kosten einzusparen. Damit habe ich reichlich eigenen Erfahrungen. Es gab Zeiten, da wurde wirklich um jeden Pfennig gerungen und viele wissen gar nicht, was Sparen eigentlich wirklich bedeuten kann. So war ich als Kind zum Beispiel beim Einkaufen (in der DDR aufgewachsen) dazu angehalten, die Brause für 20 Pfennige und nicht die für 21 Pfennige zu kaufen. Es wurde wirklich jeder Pfennig gespart. Dies war aber nicht nur in der DDR so, wie ein Auszug aus Dieter Bohlen Buch "Nichts als die Wahrheit" von seiner Kindheit bezeugt: 

"Die Auftragslage war schwierig, meine Mutter hielt im Büro die Stellung und bekam fast jedes Mal einen Kreislaufkollaps, wenn die Lieferanten den Zement anlieferten und die Preise wieder um einskommafünf Pfennig gestiegen waren. Sie feilschte, als ob es um ihr Leben ginge..."

Auch später als Freiberufler, war oft das Geld knapp und ich musste mich bei den Ausgaben stark einschränken, damit es noch für das Nötigste reichte. Bei einer Krise, wo das Geld knapp ist, ist es halt wichtig zu sparen. Und zwar so viel, wie es notwendig ist. Wie stark, dies muss natürlich jeder selbst entscheiden. Leider haben viele in der heutigen Gesellschaft vergessen, was Sparen bedeutet. Die meisten Dinge sind auf Kredit gekauft und überall in der Werbung wird man zum Kaufen animiert. 

Ich habe mal hier ein wenig zusammengetragen, wo man wirklich etwas einsparen kann. Tipps, welche auch wirklich etwas bringen. Du kannst dann selbst entscheiden, ob das eine oder andere für Dich mit dabei ist. Manche Tipps haben ein hohes Sparpotential, andere vielleicht weniger. Aber wie heißt es doch so schön: "Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert …" Es kommt ja auch immer auf den drohenden Verschuldungsgrad an.

Mein kleiner Ratgeber soll Dir nur als Anregung dienen. Jeder hat andere persönliche Bedingungen und Voraussetzungen. Einfach mal durchlesen. Eventuell kannst Du den einen oder anderen Tipp gebrauchen. 

Möglichkeiten, um Elektroenergie einzusparen:

Natürlich hängt dies immer von den individuellen Umständen ab. Nicht alles trifft auf jeden zu. 

Energiefresser finden:

Sehr sinnvoll ist es, sich ein Energiekostenmessgerät anzuschaffen oder auszuleihen. Bei manchen Energieanbietern kannst Du Dir ein solches Gerät leihen. Du kannst es aber auch kaufen, die Kosten halten sich in Grenzen und man hat es ein Leben lang. Damit kannst Du recht gut Energiefresser entlarven. Nicht alle Geräte verbrauchen gleichmäßig Strom. Bei einem Kühlschrank beispielsweise solltest Du eine Messung über 24 Stunden machen. 

Die Energieverbrauchsmessgeräte von AVM sind hervorragend, aber benötigen jedoch zum Betrieb eine Fritz!Box. Der Vorteil, Du kannst Dir den Verbrauch am Computer ansehen und tägliche Berichte per Mail zuzusenden. Derzeit sind diese Geräte leider meist ausverkauft, oder nur zu sehr hohen Preisen erhältlich. 

Austausch alter Großgeräte gegen neue, energiesparend Geräte:

Manche Geräte sind wahre Energiefresser. Die Geräte, welche am meisten Strom verbrauchen, sind in der Regel der Kochherd (wenn er regelmäßig benutzt wird 😀) und andere Großgeräte wie Waschmaschine, Trockner (wenn vorhanden), Geschirrspüler, Kühlschrank und Gefriertruhen. 

Früher war es beliebt, Markengeräte mit sehr langer Haltbarkeit, z. B. von Miele zu besitzen. Diese waren bzw. sind in der Tat sehr langlebig, was aber auch negativ sein kann. Wenn diese Geräte bereits sehr alt sind, kann es sinnvoll sein, diese durch neue zu ersetzen. Wir haben einen ständigen technischen Fortschritt und jedes Jahr verbrauchen die Geräte weniger Strom und Wasser. Zudem glänzen sie mit zusätzlichen Funktionen. Bei mir hatte sich der Neukauf einer Kühl-Gefrierkombination bereits nach zwei Jahren wieder amortisiert. Alte Kühlschränke haben einen Motor, welcher viel Strom benötigt und sind zudem schlechter abgedichtet, sodass Wärme von Außen eindringen kann. Ansonsten siehe weiter unten bei "Neue Haushaltsgeräte mit geringerem Stromverbrauch kaufen".

Wichtig: Auch bei einem sehr kleinen Geldbeutel lieber ein neues Gerät kaufen, als kostengünstig ein gebrauchtes altes Gerät. Oft werden von verschiedenen Organisationen oder privat gebrauchte instandgesetzte Waschmaschinen, Kühlschränke usw. angeboten. Das ist zwar löblich bezüglich der Wegwerfgesellschaft, jedoch benötigen diese Geräte meist viel mehr Energie und Wasser als neuere Geräte (welche es auch schon preiswert gibt). Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie kaputtgehen größer und längere Garantien sind ebenfalls meist nicht darauf. Letztlich zahlt man dann drauf. Um gute und günstige Geräte zu finden, lohnt sich ein Blick auf die Webseite von Stiftung Warentest.  

Stand-by Geräte finden und dauerhaft abschalten.  

Viele Geräte verbrauchen auch im Aus-Zustand weiterhin Strom oder befinden sich im Standby Modus. Um diesen Geräten endgültig den Saft abzudrehen, gibt es schaltbare Steckdosenleisten bzw. für Einzelgeräte auch Stecker. Der Ein-Ausschalter leuchtet, sodass Du jederzeit weißt, ob die Steckdosen an oder aus sind. Im Auszustand verbrauchen die Geräte definitiv keinen Strom, auch kein kleines bisschen. Prüfe mit dem Energiekostenmessgerät, ob die Geräte einen Stand-by-Verbrauch haben. Wichtig: das Energiekostenmessgerät muss in der Lage sein, auch einen geringen Stromverbrauch aufzuspüren. 

Solche Geräte, wenn sie nicht ständig genutzt oder benötigt werden, dauerhaft ausschalten. Entweder durch Stecker ziehen, den Aus-Schalter betätigen (wenn sie denn einen haben) oder an einen Ausschalter oder schaltbare Steckdosenleiste anschließen. 

Typische Geräte Standby Verbrauch können sein: Fernseher, Stereoanlage, Drucker, alle Geräte mit Netzteilen, Alexa und andere sprachgesteuerte Geräte, Router, intelligente steuerbare Geräte wie Smarte Steckdosen usw. Natürlich muss man gut überlegen, ob und wann man diese ganz ausschaltet.

Zum Beispiel liegen die Standby Verbräuche von Amazon Echo Dot bis Show von ca. 1,6 Watt bis 5,1 Watt. Die kostet im Jahr bei einem Strompreis von 30 Cent pro kW/h 4,20 € bis 13,40 € und bei 50 Cent pro kW/h 7 € bis 22,33 €. Wenn dann viele Geräte im Haus verbaut sind, kommt dann einiges zusammen. Auch die smarten Steckdosen und Glühbirnen usw., welche ständig mit dem Internet verbunden sind, benötigen immer etwas Strom. Eines allein macht den Kohl nicht fett, jedoch viele zusammen und hohe Strompreise schon. 

  

Beim Computer sind größtenteils eine ganze Reihe von Geräten zusätzliche angeschlossen zum Grundgerät. (Drucker, Scanner, externe Festplatte, Monitore, Lampen usw.). Oft sind diese, wenn der Computer ausgeschaltet wurde, weiterhin in Betrieb. Wenn sie sich im Stand-By Modus befinden, verbrauchen sie in dieser Zeit sinnlos Energie. Viele Drucker haben heutzutage nicht mal mehr einen Ausschalter. 

Damit beim Ausschalten des PC alle Peripheriegeräte ebenfalls ausgeschaltet werden, empfiehlt sich der Kauf einer Master-Slave Steckdosenleiste. Der Stecker vom PC kommt in die Mastersteckdose und alle anderen Gerätestecker in die Slave-Steckdosen. Wird nun der PC heruntergefahren, dann werden automatisch alle Slave Steckdosen ebenfalls ausgeschaltet. Zudem verfügen diese Steckdosenleisten noch über einen Überspannungsschutz. 

Ältere Leuchtmittel (Glühbirnen und Energiesparlampen) gegen LEDs austauschen 

Die gute alte Glühbirne ist wirklich technisch überholt. Das Gleiche gilt für die ESL (Energiesparlampe). Beide werden heute durch LED-Lampen ersetzt, welche nur einen Bruchteil der Energie benötigen. Zudem sind die Preise dafür in den letzten Jahren drastisch gesunken und die Haltbarkeit hat sich erhöht. Verbrauchte die gute alte 60 Watt Glühbirne noch 60 Watt, so benötigt eine gute LED-Lampe nur noch 8,5 Watt für die gleiche Lichtleistung. Das entspricht fast 86 Prozent weniger Energieverbrauch. Die Preise liegen dabei um die 2 € pro LED-Lampe. Es lohnt sich also wirklich, alle alten Glühbirnen gegen LED-Lampen auszutauschen. Wer gerne noch die Glühfäden mag, kann sich z. B. LED-Lampen mit einem Filament zulegen. 

  

Die Energiesparfunktion der Haushaltsgeräte verwenden:

Viele Haushaltsgeräte verfügen über eine Öko-Taste. Insbesondere findet man sie bei Waschmaschinen oder Geschirrspülern. Statt einer Taste kann es auch ein spezielles Programm sein. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass weniger Strom beim Wäsche- oder Geschirrwaschen verbraucht wird. Dieses wird allerdings erkauft, durch eine wesentlich längere Waschzeit. 

Neue Haushaltsgeräte mit geringerem Stromverbrauch kaufen:

Alte Haushaltsgeräte mögen noch ausgezeichnet funktionieren, haben jedoch oft den Nachteil, dass sie wesentlich mehr Strom verbrauchen als moderne Geräte. Das liegt daran, dass bei älteren Geräten ein großer Teil der Energie durch Verluste in Wärme umgewandelt wird. Alte Staubsauger werden z.B. sehr heiß, wenn man damit länger saugt. Zudem benötigen sie oft bis 2000 Watt, denn vor nicht gar nicht langer Zeit war der Verbrauch ein Garant für Leistung. Dies wurde durch  EU Beschlüsse geändert und Staubsauger dürfen nur noch maximal 900 Watt verbrauchen. Gute Geräte benötigen heute sogar nur noch 600 Watt, bei gleicher Leistung wohlgemerkt. 

Bei alten Kühlschränken ist meist der Motor ineffizient und der Kühlschrank nicht gut genug abgedichtet, sodass Wärme eindringen kann. Die Folge davon sind erheblich höhere Stromkosten, als bei neuen Geräten. Die Kosten für meinen neuen Kühlschrank hatte ich nach zwei Jahren wieder drin und da waren die Stromkosten noch längst nicht so hoch wie heute. 

Waschmaschinen waschen heutzutage auch mit geringen Temperaturen gut. Wo früher Kochwäsche angesagt war, reichen heutzutage meist 60 Grad völlig aus. Auch der Wasserverbrauch wurde erheblich reduziert. Zudem gibt es viele Programme, welche auf die speziellen Wäschestücke abgestimmt sind. 

Wichtig: Achte beim Kauf auf das Energieeffizienzlabel! Der Energieverbrauch sollte sich im grünen Bereich befinden. Mittlerweile gibt es neue Labels, welche bis 2030 eingeführt werden. mehr dazu auf der Seite der Verbraucherzentrale

EU Energieeffizienzlabel Waschmaschinen

Energieeffizienzlabel seit 2021 für Waschmaschinen, Quelle: EU/Wikipedia

Elektroenergie beim Kochen sparen:

Wahl des richtigen Kochherdes:

Auch beim Kochen und beim Backen lässt sich Elektroenergie einsparen. Das wäre erstmal die Wahl eines geeigneten Kochherdes. Grundsätzlich verbraucht ein Kochherd mit Gussplatten am meisten Energie und sind schwer zu reinigen. Es gibt sie allerdings nur noch selten zu kaufen.  Alle neueren Herde haben Cerankochfelder. Am meisten Strom spart man mit Induktionsherden. Etwa 30 % wird hier weniger Strom verbraucht als beim Herd mit Cerankochfeldern. Bei dieser Methode wird nur der Topf erwärmt, die Platte darunter bleibt weitestgehend kalt. Es ist allerdings möglich, dass ein Teil des bisherigen Kochgeschirrs hier nicht einsetzbar ist. Hierzu einfach einen Magneten an den Topfboden halten. Wird dieser angezogen, dann hat der Topf ferromagnetische Eigenschaften und kann auf dem Induktionsherd verwendet werden. Aluminiumtöpfe fallen also aus der Liste raus. Falls also sowieso ein neuer Herd gekauft werden soll, dann kann ein Induktionsherd die beste Wahl sein. 

Umluft ist energiesparender:

Beim Backofen hat man in der Regel die Wahl zwischen Ober- und Unterhitze oder Umluftbetrieb. Von den Energiekosten ist hier der Umluftbetrieb kostengünstiger. Dies sieht man auch auf den meisten Anleitungen, wo bei Umluft die Temperatur niedriger als bei Ober-/Unterhitze eingestellt werden kann. 

Beim Kochen Energie sparen:

Deckel verwenden: Auch beim Kochvorgang selbst ist es möglich, Energie zu sparen. Die einfachste Methode ist es, beim Kochen einen Deckel auf den Kochtopf zu legen. Die Wärme kann nicht so schnell entweichen und das Kochgut wird schneller gar. Falls Wasser verkochen soll, dann einen Deckel mit Loch verwenden oder den Deckel etwas schräg stellen. Falls für einige Töpfe kein Deckel vorhanden ist, bei Amazon kann man kostengünstig Ersatzdeckel nachkaufen. Mit Deckel kann bis zu 2/3 Energie gespart werden.

Rechtzeitig die Temperatur herunterregeln: Die höchste Stufe bei den Kochplatten wird in der Regel nur verwendet, um schnell die notwendige Betriebstemperatur zu erreichen. Ist diese erreicht, dann kann die Temperatur auf eine mittlere Einstellung zurückgestellt werden. Zum Beispiel Salzkartoffeln mit höchster Stufe zum Kochen bringen (Deckel nicht vergessen) und dann auf mittlerer Stufe gar kochen. 

Die Plattengröße sollte dem Topfdurchmesser entsprechen: Beim Kochen darauf achten, dass der Boden des Topfes der Größe des Kochfeldes entspricht. Schlecht ist es vor allem, wenn ein zu kleiner Kochtopf auf eine sehr große Kochplatte/Kochfeld gestellt wird. Hier geht dann viel Wärmeenergie verloren.  

Schnellkochtöpfe verwenden: Etwa 50 % Energie kannst Du mit Schnellkochtöpfen sparen. Diese sind viel stärker als normale Kochtöpfe und werden beim Kochen unter hohen Druck gesetzt. Das Essen ist viel schneller und schonender gar. Musst Du zum Beispiel Rinderrouladen normalerweise 2 Stunden schmoren, so sind es im Schnellkochtopf nur ca. 30 Minuten und dies unter ganz geringer Hitze (wenn der Solldruck erreicht ist).  Meine Gemüsesuppe braucht sogar nur 7 Minuten. Also der Schnellkochtopf ist ein mächtiges Instrument zum Energiesparen beim Kochen. 

Restwärme ausnutzen: Eine Kochplatte (außer Induktion) ist nach dem Ausschalten nicht gleich kalt, sondern hält eine Zeit lange die Wärme. Deshalb das Kochgut nicht bis zuletzt auf voller Stufe koche, braten, sondern bereits eine Zeit vor dem Ende die Kochplatte ausschalten und die Restwärme zum fertiggaren oder warmhalten nutzen. Auch hier den Deckel nicht vergessen. 

Das Gleiche gilt natürlich für den Backofen mit Ober- und Unterhitze. Auch hier kannst Du z. B. beim Aufbacken von Brötchen die Wärmezufuhr einige Minuten vorher beenden. Stellt man am Frühstückstisch fest, dass manche Brötchen noch nicht gut sind, dann einfach noch eine Weile in den noch heißen Backofen legen und fertig ausbacken. 

Auswahl des Kochgutes: Aber auch bei der Wahl des Kochgutes kann man sparen. Wer gerne Kartoffeln isst, weiß das es festkochende, vorwiegend festkochende oder mehlig kochende Kartoffeln gibt. Die mehlig kochenden benötigen wesentlich weniger Kochzeit als die festkochenden. Man muss nur aufpassen, dass sie nicht zu Mus zerfallen. 
Bei Fleisch benötigt Rindfleisch erheblich mehr Kochzeit als Schweinefleisch und Geflügel benötigt noch weniger Kochzeit. 

Also Kochzutaten, wenn möglich, so auswählen, dass sie möglichst wenig Kochzeit haben. 

Beim Backofen Energie sparen: 

Backofen vorheizen: Will man zum Beispiel Brötchen aufbacken, so ist in der Anleitung immer vorgegeben, auf welche Temperatur der Backofen vorgeheizt werden soll. Damit soll sichergestellt werden, dass die angegebenen Backzeiten auch stimmen, denn jeder Backofen benötigt zum Vorheizen andere Zeiten. 
Das kostenintensive Vorheizen kannst Du Dir jedoch sparen. Du musst nur ein Mal ausprobieren und messen, welche Garzeit z. B. die Brötchen ohne Vorheizen haben. Dies notieren und fortan diese individuellen Zeiten ohne Vorheizen verwenden. 

Toast im Toaster statt Brötchen im Backofen: Übrigens, wenn man statt aufgebackene Brötchen sich im Toaster Toast röstet, spart auch eine Menge Geld im Jahr. Toaster gibt es relativ günstig zu kaufen und sie verbrauchen durch die kurze Röstzeit nur einen Bruchteil der Energie eines Backofens. 

In vielen Tipps steht, dass man mit dem Toaster Brötchen backen soll. Dieser Hinweis ist völlig falsch. Allenfalls kann man das Bäckerbrötchen vom Vortag dort wieder flott machen. Dazu gibt es dann einen Brötchenaufsatz. Mit großer Mühe und ständigem Wenden schafft man es vielleicht ein Aufbackbrötchen (vorgebacken) recht und schlecht zu rösten. Ich würde von dieser Methode abraten. 

Mehrere Gerichte zusammen oder nacheinander backen: In vielen modernen Backöfen ist es möglich, mehrere Gerichte gleichzeitig zu garen. Ansonsten einfach hintereinander machen, wenn der Backofen noch warm ist. Also beispielsweise zuerst den Braten machen und danach gleich den Napfkuchen in den Backofen schieben. 

Umluft statt nur Ober-Unterhitze: Bei Rezepten mit Umluft kann die Gartemperatur meist 20–30 Grad geringer eingestellt werden, was Energie einspart. 

Tür geschlossen halten: Backofentüren haben ein Glas, durch das man schauen kann. Deshalb möglichst wenig die Backofentür öffnen, damit keine Wärmeenergie verloren geht. Für den Garzustand des Bratens am besten ein Bratthermometer verwenden. Regelmäßig die Backofenscheibe reinigen. Das spart zwar keine Energie, jedoch kannst Du dann besser durchschauen. Ist die Glühbirne im Backofen schon alt, dann am besten durch eine neue hellere LED-Birne ersetzen.

Nicht benötigte Utensilien herausnehmen: Alles war für das Backen oder Braten im Backofen nicht notwendig ist, vor dem Backen oder Braten herausnehmen. Also Bleche oder Formen. So müssten diese nicht mit aufgeheizt werden und bei Umluft wird der Luftstrom nicht durch Hindernisse behindert. 

Sonstiges:

Heißes Wasser sollte immer im Wasserkocher zubereitet werden und nicht auf der Herdplatte. Dies ist die kostengünstigste Methode, um Energie zu sparen. Dabei niemals zu viel Wasser aufsetzen als benötigt. Die meisten Wasserkocher haben eine Skala an der Seite und mit der Zeit weiß man recht genau, wie viel Wasser für den jeweiligen Zweck benötigt wird. 

Achtung: Wenn möglich, immer warmes Wasser aus der Leitung für den Wasserkocher nehmen. Das reduziert die Stromkosten nochmals, da es ja bereits warm ist. Zudem ist das warme Wasser aus der Leitung bedeutend billiger. Deshalb sollte, wenn möglich, auch der Geschirrspüler an die warme Wasserleitung angeschlossen werden. 

Mikrowelle benutzen: Auch die Mikrowelle hat Ihren Platz in der Küche verdient. Sie eignet sich hauptsächlich zum schnellen Auftauen von Gerichten oder dem Warmmachen von Fertiggerichten. Auch Milch oder Wasser lässt sich hier hervorragend und energiesparend erhitzen. 

Auftauen: Am kostengünstigsten ist das rechtzeitige Auftauen im Kühlschrank. Das Auftauen in der Mikrowelle oder Backofen erfordert zusätzliche Energie. Soll also gefrorenes Fleisch beispielsweise am nächsten Tag zubereitet werden, dann am Tag zuvor das Fleisch auf einem Teller vom Gefrierschrank oder Gefrierfach in den normalen Kühlschrank legen. Hier unterstützt das gefrorene Fleisch den Kühlschrank und taut schonend auf. Der genaue Zeitpunkt hängt von dem Gewicht und Größe des gefrorenen Gutes ab. 

Geschirrspüler: Wenn möglich, den Geschirrspüler an eine Warmwasserleitung anschließen. Somit braucht dieser das Wasser nicht extra zu erwärmen. Außerdem das Geschirr nur von großen Essensresten und Fremdkörpern reinigen. Den Geschirrspüler, wenn möglich, immer vollmachen. Zum Waschen statt der teuren Tabs Pulver, Salz und Klarspüler verwenden. Dies spart sehr viel Geld. 
Beim Programm das ÖKO-Programm verwenden. Das dauert zwar sehr lange, spart jedoch die meiste Energie. 

Kühlschrank: Die Kühlschranktür möglichst nur kurz öffnen und dann gleich wieder schließen, damit nicht zu viel warme Luft eindringt. Diese muss dann erst wieder abgekühlt werden, was Energie kostet. Der Kühlschrank sollte immer gut gefüllt sein. Der Wärmeverlust beim Öffnen ist dann viel geringer. Warme oder gar heiße Speisen immer erst außerhalb des Kühlschranks auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Niemals die Lüftungsschlitze hinten verdecken und den Kühlschrank nicht neben Wärmequellen stellen. 
Das Gefrierfach abtauen, wenn sich zu viel Eis gebildet hat. Aufzutauende Speisen im Kühlschrank auftauen lassen. Diese unterstützen die Kühlfunktion. 
Die Temperatur regelmäßig kontrollieren und falls zu kalt, den Regler eine Stufe weniger stellen, was ebenfalls Energie spart. 

Waschmaschine: Die Waschmaschine immer gut befüllen, aber auch nicht zu voll. Gute Maschinen haben allerdings auch eine Mengenautomatik und beschränken automatisch die Wasserzufuhr usw. bei wenig Wäsche. Auf eine Vorwäsche kann in den meisten Fällen verzichtet werden. Die normal verschmutze Wäsche, wird mit modernen Waschmitteln auch bei 40 Grad bereits sauber. 60 Grad sollte die Kochwäsche ersetzen. Regelmäßig das Flusensieb und die Schublade reinigen. Statt teurerem Markenwaschmittel reicht in der Regel auch die Eigenmarken von Lidl, Rossmann usw. Auf die genaue Dosierung achten. In Deutschland wird fast immer das Waschmittel überdosiert und bares Geld verschenkt. Also immer den Messbecher entsprechend der Anleitung auf der Verpackung verwenden. 
Wenn vorhanden, das Ökoprogramm verwenden. 
Auf kostenintensive Trockner verzichten und stattdessen die Wäsche draußen im Garten oder Balkon trocknen. 

Bei der Heizung Energie einsparen:

Die meisten Heizungen (Gas, Öl, Pellets usw.) besitzen eine Pumpe, welche das warme Wasser durch die Heizungsrohre drückt. Diese Pumpen werden mit Elektroenergie angetrieben. Ist die Heizungsanlage schon recht alt, kann der Stromverbrauch einer solchen Pumpe recht hoch sein. Falls man die Heizungsanlage noch nicht insgesamt austauschen will, so kann es sinnvoll sein, durch die Pumpe austauschen zu lassen. Dieses wirkt sich dann merklich auf der nächsten Stromrechnung aus. 

Elektroenergie durch eine Photovoltaic-Anlage (Balkonkraftwerk)  mit Stecker selbst erzeugen und verbrauchen:

Bis vor ein paar Wochen wusste ich selbst noch nicht, dass es mit einem Balkonkraftwerk so einfach geht Energie zu sparen. Die einzige Voraussetzung ist eine sonnige Lage auf dem Balkon oder im Garten bzw. Dach. Es gibt nun sogenannte Balkonkraftwerke, welche aus ein oder zwei Solarpanels bestehen und einem Wechselrichter, welche einfach per Schuko Stecker in eine Haussteckdose gesteckt werden können. Maximal 600 Watt dürfen in das heimische Stromnetz eingespeist werden. Damit kannst Du die sogenannte Grundlast und etwas mehr abdecken. Die Grundlast ist die Summe aller Geräte, die ständig am Netz laufen und Strom verbrauchen wie Kühlschränke, Pumpen der Heizung, Router, smarte Geräte usw. Dies geht natürlich nur am Tag und im Winter ist der Ertrag nicht so gut. Trotzdem, wer also sonnig liegt, kann damit 100 bis 200 Euro im Jahr sparen. Zudem sind die Anlagen sehr haltbar und können bis zu 25 Jahren eingesetzt werden. Nach ca. 5–6 Jahren solltest Du die Investitionskosten wieder drin haben. 

Ich habe mir ebenfalls eine solche Anlage zugelegt.😀  Hier mein Erfahrungsbericht dazu.

Es gibt solche Anlagen auch für den Wohnwagen oder zum Aufladen von Powerstationen.  

Wärmeenergie bei der Heizung einsparen:

Auch bei den Heizkosten ist es möglich zu sparen. Hier sind einige Tipps, wie Du ohne sehr großen Aufwand Wärmenergie sparen kannst. 

Wärmebrücken finden und abdichten:

In den geheizten Räumen möchten wir möglichst, dass die Wärme so lange wie möglich in den Räumen bleibt und nicht nach Außen gelangt. Oft gibt es Stellen in den Räumen, wo die Wärme stärker nach Draußen transportiert wird. man spricht dann von sogenannten Wärmebrücken. Man könnte auch Kältebrücke sagen, jedoch gibt es in der Physik nur Wärme. Diese Kältebrücken müssen wir aufspüren. Das können z. B. sein:

  • Fenster
  • Türen nach Draußen
  • Außenwände
  • nicht sichtbare Löcher in den Außenwänden
  • nicht sichtbare Metallteile (Träger, Rohre) welche nach außen führen
  • Decken bei nicht gedämmten Dachgeschossen
  • usw.

Um die Wärmebrücken aufzuspüren, solltest Du Dir ein Wärmedetektor zulegen. Ich benutze einen Wärmedetektor von Black & Decker

Mit diesem kann man die Wandtemperatur messen und starke Abweichungen von der Solltemperatur feststellen. An diesen Stellen solltest Du nach der Ursache schauen und Maßnahmen ergreifen.

Bei Fenstern gibt es eine einfache und preiswerte Lösung, ohne gleich die Fenster gegen neue auszutauschen. Die Lösung heißt Tesa Moll Thermo Cover Folie. Diese wende ich auch regelmäßig im Winter an und sie funktioniert ausgezeichnet. Hier mein ausführlicher Erfahrungsbericht zur Tesa Moll Folie. Im Prinzip ist es eine dünne Plastikfolie, welche auf den Fensterrahmen geklebt wird und durch ein Luftpolster (schlechter Wärmeleiter) den Verlust der Wärme verhindert. 

 

Bei kalten Wänden hilft als erste Maßnahme unter die Tapete eine Thermotapete (Isoliertapete) zu kleben. Diese verhindert durch Schaumstoff eine Abgabe der Wärme durch die Wand. 

 

Heizkörper sind meist unterhalb des Fensters installiert. Ein Teil der abgegebenen Wärme geht dann leider durch die Wand nach Außen. Damit die Wärme mehr in Richtung Raum abgegeben wird, hilft es, hinter dem Heizkörper eine Reflexionstapete zu kleben. Die Wärmestrahlung wird daran direkt in den Raum reflektiert. Die Reflexionsfolie gibt es als Rolle oder als Platten.

Ganz neu auf diesem Gebiet sind jetzt Heizkörperventilatoren. diese werden unter den Heizkörper angebracht und pusten die warme Luft aktiv in den Raum. Somit wird verhindert, dass die Wärme sich am Heizkörper staut. Das ist besonders wirksam, wenn die Heizkörper sich hinter Möbeln, Vorhängen usw. befinden, wo sich die warme Luft stauen kann. 

Funkgesteuerte Heizungsthermostate verwenden:

Moderne, smarte Heizungsthermostate können über das Handy gesteuert werden. Du kannst Tages und Wochenprogramme festlegen und über das Internet von jedem Ort aus die Heizung nach eigenen Wünschen steuern. Es ist auch möglich, durch das Handy die Heizkörper so zu steuern, dass sie sich auf dem Heimweg von der Arbeit ohne feste Zeiten automatisch hochregeln und Du immer eine warme Bude vorfindest. 

Ich verwende die Heizkörperthermostate, welche mit der Fritz!Box kompatibel sind. Die funktionieren sehr zuverlässig über das DECT-Protokoll, benötigen jedoch zwingend eine Fritz!Box. Auch die von Netatmo sind nicht schlecht, hier aber am besten ein Set kaufen, da sie eine Basis benötigen.

 

Nachts die Heizungstemperatur absenken, bzw. am Tage, wenn niemand zu Hause ist:

Wenn Du oder Mitglieder Deiner Familie nicht gerade Schicht arbeiten, sollte die Heiztemperatur nachts auf 16 Grad abgesenkt werden. Im reinen Schlafzimmer kann sie auch tagsüber so bleiben. Die Absenkung geschieht am besten bei einer eigenen Heizungsanlage über die Vorlauftemperatur und ansonsten über einen programmierbaren bzw. smarten Heizkörperregler. 

Auch am Tag kann man die Raumtemperatur auf 16 Grad drosseln, wenn niemals zu Hause ist. Weniger solltest Du nicht einstellen, denn dann besteht die Gefahr von Schimmelbildung durch Kondenswasser. Zudem kühlen Wände und Möbel zu sehr aus und benötigen zu viel Zeit, um sich wieder zu erwärmen.

Die Heizungstemperatur generell tiefer einstellen: 

Ein Rat, welcher ständig gegeben wird. Das liegt daran, dass bereits bei der Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius eine beträchtliche Menge Geld gespart wird. Nun hat jedoch jeder ein eigenes Wärmeempfinden und ältere Menschen benötigen in der Regel höhere Temperaturen. Normalerweise beträgt die normale Temperatur für Wohnräume 21 Grad Celsius. Auf diesen Wert sollte der Heizungsregler eingestellt werden. Wer nun viel sparen möchte, kann die Temperatur weiter absenken auf 20 oder 19 Grad. Dazu etwas dicker anziehen. Bei sitzenden Tätigkeiten kann dies schnell zu kalt sein. Das muss jeder halt selbst entscheiden. Das Gleiche gilt für die Temperatur im Badezimmer. Hier sind normalerweise 23–25 Grad Celsius. Auch diese Temperatur kann man natürlich absenken. Ist das Badezimmer sehr klein (wie bei mir), dann reicht es aus, die Heizung kurz vor dem Duschen oder baden hochzuregeln. 

Gängige Temperaturen für Räume:

  • Wohnzimmer: 20 °C
  • Schlafzimmer: 16 °C
  • Badezimmer: 22 °C
  • Arbeitszimmer/Büro: 20 °C
  • Küche: 18 °C
  • Vorratsräume: 16 °C 

Achtung: Die Temperatur nicht unter 16 °C fallen lassen, denn dann kann es zu Schimmelbildung kommen. Dies ist aber auch abhängig von der vorhandenen Luftfeuchtigkeit. Zum Thema Schimmelbildung siehe meinen Ratgeber dazu. 

Bei eigenen Heizungsanlagen, diese regelmäßig warten lassen:

Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass man die Heizungsanlage ein Mal im Jahr warten lässt. Dies ist genau wie beim Auto. Es gibt etliche Verschleißteile, welche regelmäßig gewechselt werden müssen und zudem muss der Brenner usw. regelmäßig gereinigt werden. Arbeitet die Heizung nicht mit voller Effektivität, dann verliert man bares Geld. 

Es sollte auch immer darauf geachtet werden, dass die Heizungsanlage einen Temperaturführer nach draußen hat und die Vorlauftemperatur witterungsgesteuert anpasst.

Heizungsrohre ummanteln:

Die Heizung befindet sich manchmal weiter ab von den zu heizenden Räumlichkeiten. Um die Wärme dorthin zu bringen, werden Heizungsrohre benutzt, welche meist aus Kupfer sind. Diese führen oft durch Räume, welche gar nicht geheizt werden sollen. Kupfer ist ein guter Wärmeleiter und gibt dann fleißig Wärme ab, wo sie gar nicht hinsoll. Um das zu verhindern ist es ratsam, die Heizungsrohre und Warmwasserrohre zu ummanteln. Spezielle Schaumstoffe gibt es zu kaufen und die Anbringung ist kinderleicht - aufstecken und fertig.

 

Heizkörper entlüften:

Werden Heizkörper nicht ausreichend und vollständig warm, so kann es sein, dass Luft darin ist. In diesem Fall muss der Heizkörper entlüftet werden. Entweder man benutzt automatische Heizkörperentlüfter oder man entlüftet den Heizkörper allein. Das ist ganz einfach und dauert nur Sekunden. Eine teure Reparatur ist dafür nicht erforderlich. 

 

Heizung regelmäßig warten lassen:

Normalerweise muss jede Heizung regelmäßig gewartet werden. Halte die dafür vorgesehenen Intervalle ein. Dann läuft die Heizung immer effizient und das Risiko eines Ausfalls im Winter wird minimiert. 

Bei älteren Heizungen kann es von Vorteil sein, die Pumpe austauschen zu lassen. Diese wird gebraucht, das warme Wasser durch die Leitungen zu pressen. Alte Pumpen benötigen dafür recht viel Elektroenergie als neue Pumpen. Hier kann ein Austausch sinnvoll sein. 

Bei Bedarf einen hydraulischen Abgleich vornehmen lassen. 

Den Wasserverbrauch senken:

Wasser gab es früher in Deutschland mehr als genug und daher wenige Anreize zu sparen. Mittlerweile wird es durch den Klimawandler immer knapper und damit auch teurer. Hier einige Hinweise, wie Du Wasser (Abwasser) sparen kannst:

Wasser mit Luft vermischen:

Wenn Wasser aus dem Wasserhahn oder der Dusche fließt, dann kommt es sehr gebündelt dort heraus. Für das Duschen oder die Hände waschen ist dies aber nicht notwendig und pure Verschwendung, da es direkt im Abfluss verschwindet. Deswegen wurden die Perlatoren (Strahlregler, Luftsprudler, Mischdüsen) erfunden. Diese befinden sich am Ende des Wasserhahns oder innerhalb der Dusche und vermengen das Wasser mit Luftblasen oder vermindern zumindest den Wasserfluss. Der Strahl wird weicher und gerichteter und somit der Wasserverbrauch weniger. Daher auf den Einsatz von Luftsprudlern am Wasserhahn achten und diese regelmäßig reinigen oder gegebenenfalls gegen neue und bessere Strahlregler austauschen.  

Das Gleiche wie bei Wasserhähnen gilt bei Duschen. Auch hier wird in der Regel nicht so viel konzentriertes Wasser benötigt. Deshalb gibt es spezielle Duschköpfe, welche den Wasserfluss reduzieren bzw. Luft untermengen. Dies reduziert den Wasserverbrauch erheblich. 

Duschen statt Baden:

Ich persönliche liebe ja meine Badewanne. Nichts geht über ein entspannendes Vollbad mit einem wohltuenden Badezusatz. Aber in Zeiten, wo gespart werden muss, ist das Duschen einfach sparsamer und schneller.  Auch wer keine eigene Dusche hat, an der Badewannenarmatur befindet sich eine und damit kann man fast genauso gut duschen wie in einer Duschkabine. 

Katzenwäsche reicht:

Früher war es so, dass nur ein mal in der Woche gebadet wurde. Dazwischen reichte eine Katzenwäsche am Waschbecken völlig aus. Nicht ohne Grund sind in den letzten Jahrzehnten die Hautkrankheiten so schnell angestiegen. Das liegt auch am viel zu häufigen Waschen. Die Haut hat nämlich einen Säureschutzmantel (keine Angst, nur leicht säuerlich). Wird dieser ständig zerstört, dann kann er sich nicht wieder aufbauen und öffnet Bakterien und Pilzinfektionen Tür und Tor. Deswegen ist zu häufiges waschen des gesamten Körpers gar nicht gut. 

Natürlich möchte man auch nicht stinken wie ein Skunk. Daher ist es wichtig, die folgenden Regionen regelmäßig zu waschen:

  • Füße
  • Pofalte
  • unter den Achselhöhlen
  • Schritt und Geschlechtsteile

Meist reicht dafür normales Wasser ohne Seife und ein Waschlappen. Dadurch kann sich der natürliche Säureschutzmantel der Haut wieder aufbauen. Hier noch ein Artikel in der Bild dazu. 

Wenn Du den Garten mit Leitungswasser bewässern musst:

Wer einen Garten besitzt, möchte diesen bei Trockenheit natürlich auch bewässern, damit die Pflanzen nicht eingehen. Muss man dafür Leitungswasser benutzen, geht dies schnell ins Geld. Normalerweise wird für das Gießwasser auch Abwassergebühren berechnet. Dies kann man aber ausschließen, wenn man vom Wasseranbieter eine Wasseruhr am Außenanschluss installieren lässt, sodass das vergossene Wasser im Garten zumindest nicht auch noch als Abwasser abgerechnet wird. 

Einen Brunnen bohren lassen, oder den alten wieder in Betrieb nehmen:

Ich sehe es immer wieder in meinem Heimatort. Die alten Häuser werden abgerissen und die oftmals noch vorhandenen Hausbrunnen zugeschüttet. Wenn Du einen eigenen Garten hast, dann auf keinen Fall vorhandene Brunnen zuschütten, sondern wieder in Betrieb nehmen. Es gibt ja die großen mit Brunnenringen und die nur gebohrten. Auch wenn der Brunnen mit Brunnenringen ausgetrocknet erscheint, meist kann man ihn oft einfach wiederbeleben, indem man ihn etwas tiefer buddelt. Fließt dann wieder das Wasser und Du benutzt den Brunnen regelmäßig, dann läuft wieder ständig Wasser nach. Die meisten Brunnen sind nur deshalb ausgetrocknet, weil sie nicht mehr verwendet wurden. 

Ist kein Brunnen vorhanden, dann solltest Du schnellstens einen bohren lassen, solange dies noch erlaubt ist. Die Kosten für die Bohrung halten sich in Grenzen. Einfach beim Brunnenbauer nachfragen. Dieser hilft dann auch bei den Formalitäten. Diese sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Regenwasser auffangen:

Regenwasser kann man auch zur späteren Verwendung auffangen. Die einfachste Form dafür ist die klassische Regentonne, welche sich am Fallrohr des Daches befindet. Das Wasser wird über einen Abzweig in die Regentonne geleitet. 

Leider ist der Inhalt einer Regentonne begrenzt und derzeit regnet es im Sommer leider recht wenig. Also ist es besser, den Regen in der kalten Jahreszeit aufzufangen und zu speichern. Dies lässt sich am besten mit einem Erdtank bewerkstelligen. Diesen gibt es in verschiedenen Größen, mit ein paar tausend Liter Inhalt. Mit einer Tauchpumpe kann man dann im Sommer das gespeicherte Wasser fördern.

Übrig gebliebenes Wasser im Wasserkocher:

Oft bleibt im Wasserkocher nicht benötigte Wasser zurück. Zum weiteren Kochen sollte es nicht verwendet werden. Man kann das Wasser aber in einen Behälter schütten und prima damit die Zimmerpflanzen gießen.

Ganz harte Sparer nehmen das Wasser oder Brunnenwasser und stellen es für das kleine Geschäft in die Toilette.

Tropfende Wasserhähne und laufende Klos:

Ein tropfender Wasserhahn kann im Laufe des Jahres etliche Liter Wasser im Ausguss verschwinden lassen. Funktioniert der Wasserhahn nicht mehr richtig, dann bei teuren die Gummidichtung oder die Kartusche wechseln oder bei preiswerten Modellen gleich den ganzen Hahn. 

Ein ständig laufende Klospülung ist ein großes Problem, da dort sehr viel Wasser verloren gehen kann. Diese sollte man also gleich ersetzen bzw. wenn das nicht gleich möglich ist, zumindest abstellen.

Benzin (Diesel, Energie) und dadurch Geld beim Auto einsparen

Gleich zuerst, an der Sicherheit solltest Du keine Abstriche machen. Also die üblichen Durchsichten sollten schon wahrgenommen werden. Die Kosten für eine mangelhafte Wartung sind im Ernstfall dann viel größer. 

Vorausschauend Fahren:

Dies sollte eigentlich selbstverständlich sein, jedoch stellt sich die Praxis oft anders dar. Es ist abzusehen, dass die Ampel gleich auf Gelb und dann Rot schaltet - trotzdem gibt es viele Autofahrer, welche die Geschwindigkeit nicht vermindern und vor der Ampel dann eine Vollbremsung machen. Das Gleiche bei Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn.  Diese sind so ausgerichtet, dass man das Auto bequem ausrollen lassen kann. Fährt man mit 130 km/h heran sieht das Schild 120, nimmt den Fuß rechtzeitig vom Gas, so erreicht man das erste Schild mit 120 km/h. Nun lässt man das Auto ausrollen und passiert die 100 km Geschwindigkeitsbeschränkung mit 100 und die 80 sowie 60er ebenso mit der korrekten Geschwindigkeit. Es war nicht oder nur wenig notwendig zu bremsen. Dadurch kann man viel Sprit sparen, denn  bei jedem Bremsvorgang wird Bewegungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt.  

Nicht zu schnell fahren:

Mit der Geschwindigkeit kann man am meisten Kraftstoff oder Energie sparen. 

Ballast abwerfen:

Alles was nicht im Auto benötigt wird zu Hause lassen. Jedes zusätzliche Kilogramm verbraucht mehr Benzin. Ganz besonders gilt dies für Dachgepäckträger und Dachboxen, welche den Widerstand beim Fahren deutlich erhöhen. 

Stopp & Start System nicht abschalten:

Das Stopp & Start System schaltet den Motor an Ampeln, Bahnübergängen und anderen Stellen, wo man anhalten muss, für die Zeit des Wartens ab. In der Regel, wenn man beim Halten entkuppelt.   
Die Einsparung beträgt etwa so 2 bis 3 % Kraftstoff. 

Beim Einkaufen Geld sparen

Geld bei Verbrauchsmitteln sparen:

Es müssen nicht immer Markenprodukte sein. Als aufmerksamer (ehemaliger) Leser der Stiftung Warentest habe ich festgestellt, dass viele preiswerte Produkte gleichwertig oder sogar besser sind als bekannte und sehr teure Markenprodukte. Regelmäßig werden die Ergebnisse der Stiftung Warentest bzw. von Ökotest in den Zeitungen veröffentlicht. Aber auch auf der Homepage von Stiftung Warentest wird man fündig, auch wenn man manchmal nicht alles kostenlos lesen kann. 

Waschmittel:

Waschpulver kann man z. B. gut bei Aldi (Tandil) oder auch als Eigenmarke "domol" von Rossmann kaufen. Sie riechen vielleicht nicht so gut, aber die Waschwirkung ist ausgezeichnet. Das Gleiche gilt für viele Cremes. Hier kann vor allem Lidl durch sehr gute Angebote punkten. 

Hinweis: Du kannst es ja auch mal mit eigenem Waschmittel versuchen. Das wäre dann völlig kostenlos. Dazu im Herbst Kastanien sammeln und diese zu Waschmittel machen. Wie das funktioniert, erfährst Du in meinem Erfahrungsbericht "Wäsche waschen mit Kastanien". 

Geschirrspüler:

Beim Geschirrspüler nehme ich statt der sehr teuren Tabs, das sehr preiswerte Pulver der Eigenmarke domol von Rossmann. Es wäscht sehr gut und geht schönend mit dem Geschirr um. Man benötigt allerdings dazu noch das Regeneriersalz und den Klarspüler, welche ich ebenfalls bei Rossmann kaufe.  Salz muss man dann etwa alle drei Wochen und Klarspüler etwa jede Woche nachfüllen. 

Kaffee Kochen:

Zum Kaffee kochen benötigt man eigentlich nur Tassen, gemahlenen Kaffee und heißes Wasser. Alles andere wurde nur erfunden, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen und die Müllberge anwachsen zu lassen. Gebe direkt 7 Gramm Kaffeepulver in eine Tasse und brühe den Kaffee direkt auf. Das ist die kostengünstigste und umweltschonendste Lösung. Es gibt auch kleine Glaskannen, wo man den Kaffeegrund herunterdrücken kann. Hier mein Bericht dazu

Gesprudeltes Wasser:

Mineral- oder Tafelwasser ist sehr beliebt. Gerade jüngere Menschen mögen den starken Sprudel.  Manche Mineralwasser sind jedoch sehr teuer und der oft versprochene gesundheitlich Effekt ist eher fragwürdig. Hier in Berlin hat das meiste Wasser aus der Leitung Mineralwasserqualität. Es liegt daher nahe, sich das Wasser selbst zu sprudeln. Entsprechende Wassersprudler gibt es zu kaufen. Allerdings werden dafür auch Kohlendioxyd-Zylinder benötigt, welche in der letzten Zeit immer teurer geworden sind. Ich habe daher meinen Sprudler nach 15 Jahren wieder abgeschafft. Mittlerweile trinke ich neben Grünen Tee, Kaffee usw. ausschließlich stilles Wasser mit etwas Zitronensaft aus der Leitung. Dies ist auch die preiswerteste Lösung und das Schleppen von Getränkeflaschen entfällt. 

 

Durch Preisvergleiche Geld sparen:

Wenn man etwas kauft, dann ist es oft hilfreich, vorher nach den üblichen Preisen dafür zu recherchieren. Gerade bei Artikeln, welche teurer sind. Im Internet bieten sich dafür verschiedene Preisportale an. Auf keinen Fall sollte man die Versandkosten vergessen mit einzubeziehen und die Seriosität des Verkäufers prüfen. Gerade Betrüger locken mit unglaubliche günstigen Angeboten, nehmen Vorkasse und versenden natürlich nichts 😡

Ordentliche Preisportale sind zum Beispiel www.Idealo.de  www.geizhals.de www.billiger.de oder auch www.guesntiger.de 

Durch aktuelle Werbung Geld sparen: 

Wer oft im Supermarkt einkauft, der sollte vorher immer die aktuelle bzw. kommende Werbung sich ansehen. Oft rotieren die Artikel in der Werbung und nach einer gewissen Zeitspanne sind sie wieder im Angebot. Wenn man dies weiß, dann kann man zuschlagen, wenn der Artikel wieder im Angebot ist. 

Ansonsten Werbeangeboten nicht immer blind vertrauen, sondern die Preise des täglichen Bedarfs ein wenig im Kopf haben. Manchmal sind vermeintliche Sonderangebote gar keine, weil zum Beispiel das Gewicht viel geringer ist als vorher. 

Durch Coupons und Apps mit Kundenkarte Geld sparen:

Viele Supermärkte usw. bieten Coupons an. Oft kann man diese ausschneiden (war meist früher so) bzw. heutzutage gibt es sie meist auf dem Handy über die Apps des Anbieters. Eine große Auswahl an Coupons bietet beispielsweise Rossmann an. Neben vielen einzelnen Produktcoupons gibt es dort z. B. auch immer 10% Coupons und davon sogar mehrere im Monat. 10 % das ist in diesem Segment enorm viel und warum soll man sich dies entgehen lassen. Also wenn Ihr bei Rossmann einkaufen geht, dann die App herunter laden und den 10% Coupon vorher aktiveren und an der Kasse die elektronische Kundenkarte vorzeigen. 

Auch bei Lidl und bei Kaufland gibt es eine Kundenkarten-App mit speziellen, freischaltbaren Coupons. Manchmal bekommt man dort auch den einen oder anderen Artikel kostenlos. 

Geld sparen durch Kündigung von Abos

Kennt Ihr auch die netten Menschen, welche auf der Straße oder in Einkaufzentren stehen und einen nett ansprechen. Fast alle möchten uns irgendwelche Verträge andrehen. Diese gehen von seriös (ADAC, 1&1, Telekom, Zeitschriften) bin hin zu unseriös (ominöse Tierschutzverbände usw.) bzw. zumindest fraglich. Hat man sich dann so einen Vertrag aufschwatzen lassen, dann wird man diesen oft nicht mehr so leicht los. Wird das Geld knapp, dann sind solche Verträge besonders bitter. Es ist daher in (bzw. besser vor) geldlichen Engpässen notwendig die Kontoauszüge zu durchforsten und alle Abos aufzuschreiben. Dann die Verträge dazu suchen und diese zu schnell wie möglich kündigen. Eine recht gute Hilfe dabei ist der Dienst aboalarm

Geld sparen durch die Kündigung von unnötigen Versicherungen und gegebenenfalls die Anpassung sowie den Wechsel zu einer anderen Versicherungsgesellschaft: 

Versicherungen sind teilweise extrem wichtig. Sichern sie doch viele Risiken in unserem Leben ab. Auch wenn man denkt, dies passiert doch nur den anderen, schwups und schon ist es einem selbst passiert und man sitzt mit dem Schaden dann alleine da. Es gibt viele wichtige Versicherungen und solche, welche man nicht unbedingt benötigt. 

Wichtige Versicherungen:

  • Krankenversicherung
  • private Haftpflichtversicherung
  • Hausratversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung (im Arbeitsalter)
  • Autohaftpflicht (wenn Fahrzeug vorhanden)
  • Unfallversicherung
  • Gebäudehaftpflicht (wenn Wohngebäude vorhanden)
  • Auto-Kasko bei neuen Autos

Haftpflichtversicherungen sind in der Regel immer wichtig und es gibt sie für die unterschiedlichsten Bereiche. Die muss man natürlich immer individuell überprüfen. Als Hundehalter benötige ich Hundehaftpflicht, als Erdtankbesitzer eine Gewässerschädenhaftpflicht, Als Pferdebesitzer eine Pferdehaftpflicht usw. 

Eventuell hilfreiche Versicherungen: 

  • Rechtsschutzversicherung
  • Gerätezusatzversicherung

Bei manchen Versicherungen muss man abwägen. Eine Rechtsschutzversicherung kann hilfreich sein, ist aber in der Regel auch recht teuer. Zudem tritt sie nur in Fällen ein, die nach Abschluss des Versicherungsvertrages entstanden sind. Fälle werden oft nur dann übernommen, wenn sie nach Ansicht der Versicherungsgesellschaft Aussicht auf Erfolg haben.  Trotzdem kann sie bei Ärger mit dem Vermieter oder Arbeitgeber hilfreich sein. Meist sind aber richtig teure Sachen ausgeschlossen oder müssen extra bezahlt werden (Internet, Erbschaft usw.).

Entbehrliche Versicherungen:

  • Brillenversicherung
  • Sterbegeldversicherung
  • Reisegepäckversicherung 
  • Handyversicherung
  • Glasbruchversicherung
  • Insassenunfallversicherung
  • Reisegepäckversicherung
  • Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung

Bei der Auto-Kasko Versicherung kann es hilfreich sein, diese bei älteren Autos zu kündigen. Allerdings gibt es dann auch kein Geld bei z. B. Vandalismusschäden. Es ist aber möglich, den Eigenanteil zu erhöhen, dann wird die Versicherung preiswerter.  

Ansonsten ist es immer gut von Zeit zu Zeit alle Versicherungen auf den Prüfstand zu stellen und zu vergleichen, ob es Versicherungsgesellschaften mit günstigeren Verträgen gibt. Bei der Stiftung Warentest / Finanztest kann man Versicherungen vergleichen. Es nützt auch keine Versicherung, die sehr preiswert ist, aber wenn es darauf ankommt nicht zahlt.  

Du hast weitere Spartipps, welche möglichst viele anwenden können - dann schreibe einen Kommentar. 

Viel Erfolg beim Sparen und gebt nie die Hoffnung auf 😀 

Euer Gero

 

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