Seit 2005 habe ich ein Konto bei PayPal und bislang bin ich sehr zufrieden damit. Weil viele Nutzer misstrauisch gegenüber PayPal sind, hier mein Erfahrungsbericht und wichtige Hinweise für Käufer und Verkäufer.

Wie ist PayPal entstanden?

Mit der Zunahme von Onlinebestellungen in den USA wurden Ende der 90ziger Jahre verschiedene Firmen gegründet, welche sich mit Bezahlmethoden im Internet beschäftigten. Als eine sehr beliebte stellte sich PayPal heraus. Der Name leitet sich ab vom Begriff pen pal (Brieffreund), da es hier jedoch ums Bezahlen geht pay pal (Bezahlfreund). Der Grund für die Gründung von Onlinebezahldiensten in den USA liegt darin, dass es zu dieser Zeit verboten war, Überweisungen von dem einen in den anderen Bundesstaat zu tätigen. Deshalb wurden dort vor allem Schecks verwendet, welche für den Onlineverkehr völlig untauglich waren. Zu dieser Zeit hatte eBay bereits einen eigenen Bezahldienst für sein Auktionsportal ins Leben gerufen mit dem Namen "Billpoint". Dieser war jedoch nicht besonders erfolgreich und so kaufte eBay im Jahre 2002 PayPal für 1,5 Milliarden Dollar und beendete "Billpoint".  

In Deutsch ist PayPal seit 2004 verfügbar. Alle gewerblichen Verkäufer müssen PayPal als Zahlungsmethode bei eBay akzeptieren. Laut Startseite von PayPal hat der Dienst derzeit 18,9 Millionen aktive Nutzer in Deutschland (Stand September 2017).

Im Jahre 2015 wurde PayPal von eBay unabhängig und ist heute ein Börsennotiertes Unternehmen. Der Preis pro Aktie lag heute (21.09.2017) bei 54,54 €. Die PayPal Aktie hat die WKN: A14R7U und die ISIN: US70450Y1038. 

Was ist PayPal eigentlich und wozu benötigt man es?

PayPal soll den Online Zahlungsvorgang zwischen dem Käufer und dem Verkäufer drastisch vereinfachen. Normalerweise ist es doch so, dass wenn die Ware nicht bar bezahlt wird (z. B. bei Übergabe) das Geld überwiesen wird. Das heißt der Verkäufer übermittelt dem Käufer seine Bankdaten und der Käufer überweist den geforderten Betrag. Hier mal zwei Beispiele, wie das normalerweise bei einem Kauf über eBay oder eBay Kleinanzeigen zwischen privaten Verkäufern ablaufen könnte:

Der beste Fall: Der Verkäufer übersendet seine korrekte Bankverbindung und der Kunde überweist noch am gleiche Tag per Onlineüberweisung von zu Hause oder vom Automaten. Eventuell sind auch noch beide Banken gleich (z. B. Sparkasse zu Sparkasse), dann ist die Überweisung möglicherweise am gleichen Tag oder am Tag darauf beim Empfänger. Der Verkäufer sendet die Ware per versichertem und nachverfolgbarem Paket und der Käufer ist mit der Qualität der Ware bestens zufrieden

Der schlechteste Fall: Der Verkäufer sendet seine Bankdaten. Da die Nummern sehr lang sind, können bereits hier Fehler unterlaufen. Desgleichen beim Käufer, denn dieser muss die Bankdaten ja in das Bankformular korrekt übertragen. Die Summe muss ebenfalls korrekt übertragen werden. Auch wenn der Käufer schnell ist, kann, wenn er am Freitag überweist, der Betrag erst am Montag eintreffen, weil die Banken nur Werktags arbeiten und von Bank zur anderen Bank dauert es sowieso mindestens einen Werktag. Oft sind es in der Praxis sogar mehrere Tage Banklaufzeit, warum auch immer. 

Zudem kommt dazu, dass manche Kunden sich oft sehr lange mit der Überweisung Zeit lassen (kein Geld, vergessen usw.). Als Verkäufer wartet man also teils sehr lange auf sein Geld. Ganz besonders gilt das für eBay Kleinanzeigen. Oft hat man dort die Bankdaten an den Käufer übermittelt, aber es kommt kein Geld an. Dann beginnt oft ein langer E-Mailverkehr. In der Zwischenzeit haben sich dann noch zig andere Verkäufer gemeldet, welche die Sache kaufen wollen. Das geht aber nicht, weil die zugesagte Zahlung irgendwo hängt bzw. der Käufer gar nicht oder falsch überwiesen hat. Auch die Übermittlung des Fotos eines Überweisungsbeleges ist zwar ein Hinweis, jedoch rechtlich unerheblich. Er kann manipuliert sein, das Konto nicht gedeckt usw.  

Zu allem Überfluss kann der angeblich geschickte Artikel nicht ankommen oder nicht der Beschreibung entsprechen oder defekt sein. Also viel Ärger für den Verkäufer oder den Käufer.

Was kann Paypal daran ändern?

An dieser Stelle klinkt sich PayPal ein. Es ist sozusagen ein Vermittler zwischen dem Käufer und dem Verkäufer. Außerdem eine Art Versicherung, ganz besonders für den Käufer, dass er (oder sie) den Artikel auch bekommt und die Ware der Beschreibung entspricht.  Für den Verkäufer besteht der größte Vorteil darin, dass das Geld innerhalb von Sekunden auf dem Konto ist und er nicht tagelang darauf warten muss. Lange Kontonummern muss man sich nicht merken. Es reicht im Allgemeinen die bei PayPal registrierte E-Mailadresse aus. Dadurch wird die Fehlerquote bei der Übermittlung stark gesenkt. Zusätzlich kann man noch eine PayPal.me Seite erstellen und den Geldbetrag direkt anfordern. Dann braucht der Kunde auch keine Mailadresse mehr eingeben. 

Beispiel: Wenn Ihnen meine Seiten hier gefallen, dann senden Sie mir doch einen Euro. Damit ich diese Webseite weiter betreiben kann. Senden Sie bitte den 1 Euro an "Hier bitte klicken, Sie kommen dann auf meine PayPal me Seite"

Vorteile für den Käufer (bei Käuferschutz):

  • Geld ist schnell per Handy oder PC überwiesen, gibt die entsprechenden Apps dafür
  • Geld ist sofort bezahlt und der Artikel kann umgehend vom Verkäufer versendet werden, dh. die Ware wird schneller ausgeliefert
  • Versender muss die Sendung mit Sendungsverfolgung senden
  • Versender muss die Sendung mit an die per PayPal hinterlegte Adresse senden
  • zum Bezahlen reicht die übermittelte E-Mailadresse des Verkäufers aus
  • Bei Problemen mit dem Erhalt der Ware (betrug) oder wenn diese nicht der Beschreibung entspricht, kann bei PayPal Käuferschutz beantragt werden. Wenn das der Fall ist, erhält der Käufer den vollen Kaufbetrag und die Versandkosten von PayPal erstattet.
  • PayPal entscheidet meistens zugunsten des Käufers
  • sehr sichere Zahlungsweise (von Pishing Mails mal abgesehen)

Nachteile für den Käufer (bei Käuferschutz):

  • manche Verkäufer (aber nur wenige) addieren die PayPal Gebühren zum Preis dazu (1,9% + 0,35 Euro pro Transaktion)

Vorteile für den Verkäufer (bei Käuferschutz):

  • der Verkäufer erhält sein Geld umgehend und muss nicht eventuell tagelang darauf warten, oder erhält es gar nicht
  • der Verkäufer kann den Artikel nach Geldeingang sofort versenden
  • hohe Akzeptanz dieser Zahlungsmethode beim Kunden, dieser Verkäufer ist zuverlässig.
  • wenn der Verkäufer PayPal anbietet entscheiden sich prinzipiell mehr Kunden den Artikel zu kaufen, als ohne PayPal
  • auch der Verkäufer ist gegen Betrug versichert
  • Schnelle Transferierung von Geld auf das normale Bankkonto

Nachteile für den Verkäufer (bei Käuferschutz):

  • Es fallen für den Verkäufer zusätzliche Gebühren an, normalerweise 1,9% + 0,35 Euro pro Transaktion
  • Die Ware muss nachverfolgbar versendet werden (z. B. DHL Paket, statt DHL Päckchen). Dadurch entstehen höhere Versandkosten.
  • PayPal entscheidet in Streitfällen eher zugunsten des Käufers
  • Der Käufer hat satte 120 Tage Zeit die Ware zu beanstanden
  • im Streitfall kann es passieren, dass das gesamte PayPal Konto des Verkäufers eingefroren wird
  • falls man die Reaktionsfrist von 10 Tagen bei einem Käuferschutzantrag nicht beachtet, kann es passieren das der Betrag an den Käufer zurück gezahlt wird  

Wichtig: Als Käufer sollte man also auf jeden Fall wenn möglich, per PayPal mit Käuferschutz bezahlen (geht auch ohne). Das bringt auf jeden Fall Sicherheit und Vorteile. Verkäufer haben es ein wenig schwieriger mit PayPal, da sie in der Regel die Gebühren tragen müssen und PayPal tendenziell eher im Sinne des Kunden entscheidet.

Wie kann man sich bei PayPal anmelden? Welche Voraussetzungen gibt es zu beachten?

Die Anmeldung zu PayPal ist relativ einfach. Sie müssen dafür mindestens 18 Jahre alt sein. Zuerst gehen Sie auf die Anmeldeseite von PayPal

Man kann sich dort Anmelden als Privatkunde, als Geschäftskunde oder als Partner& Entwickler.

PayPal Anmeldung 1

Klicken Sie auf der PayPal Seite ganz oben auf "Jetzt anmelden".  

Wählen Sie nun die Art des gewünschten Kontos aus: Privat oder Geschäftlich. Sie können auch später noch ein bereits bestehendes privates PayPalkonto in ein geschäftliches umwandeln.

PayPal Anmeldung 3

Danach werden einige persönliche Daten fällig, wie der Name, die Mailadresse und ein Passwort (was sicher sein sollte!!!). PayPal achtet beim Passwort schon bei der Eingabe darauf, das es einigermaßen sicher ist. Die E-Mailadresse wird später als Zahlungsadresse verwendet. Also eine seriöse Adresse verwenden. Danach noch die Adressdaten und das Geburtsdatum eingeben und die Nutzungsbedingungen von PayPal akzeptieren. Sodann wird das PayPalkonto auch schon angelegt.   

PayPal Anmeldung 4PayPal Anmeldung 5

Um das Konto richtig benutzen zu können, verknüpfen Sie nach dem Einloggen in PayPal ihr PayPalkonto mit einem Bankkonto und/oder einem Kreditkartenkonto. Das ist auch eine zusätzliche Sicherungsmaßnahme Ihre Identität zu bestätigen und ist zwingend notwendig. Danach können Sie Ihr PayPal Konto über das Bankkonto aufladen  (Geld einzahlen) bzw. sollte nicht genügend Geld auf dem PayPalkonto vorhanden sein, dann wird es per Lastschrift vom Referenzkonto eingezogen.

Andersherum geht es auch. Hat man viel Geld auf dem PayPal-Konto angesammelt, so kann man dieses über "Geld abbuchen" auf das Referenzkonto mit zwei Mausklicks überweisen. Als Verkäufer der Käuferschutz anbietet, sollte man dies regelmäßig tun, da PayPal im Streitfall das Konto einfriert oder beschränkt und dann kommen Sie eventuell nicht mehr an Ihr Geld.

PayPal Bankkonto

Bezahlen mit PayPal können Sie überall wo das PayPal Logo mit bei den Zahlungsmethoden angegeben ist. Gebühren fallen für den Käufer dabei von PayPal aus nicht an. Es gibt manchmal Verkäufer, welche Ihre Gebühren auf den Kunden abwälzen, was jedoch selten ist. Meist wenn die Preise bereits schon sehr am Limit sind und es für den Verkäufer keinen Spielraum mehr gibt.

Ansonsten ist es bei mit PayPal verbundenen Onlineshops so, dass man wenn man PayPal als Zahlungsnethode angibt, auf eine Seite von PayPal weitergeleitet wird, wo man sich dann per Passwort einloggt und die Zahlung autorisiert. 

Kauft man z.B. etwas bei eBay Kleinanzeigen oder Shpock, dann benötigt der Käufer nur Ihre bei PayPal registrierte E-Mailadresse. Sie brauchen sich dann nur noch bei PayPal einzuloggen und ganz oben auf "Geld senden" drücken.

Dann erhalten Sie eine Auswahl an Möglichkeiten. Grundsätzlich gilt, bezahlen Sie mit der Schaltfläche "Waren und Dienstleistungen bezahlen", dann erhalten Sie Käuferschutz (wenn es denn welche sind) und der Verkäufer muss die Gebühren dafür tragen. Auf Kleinanzeigenmärkten ist das nicht besonders gerne gesehen und auch ich bitte meist den Käufer die zweite Möglichkeit zu wählen "Geld senden an Freunde und Familie". Die Zahlung an Freunde innerhalb der EU ist gebührenfrei, aber natürlich besteht da auch kein Käuferschutz. 

Natürlich kann man auch Geld anfordern. Da passiert aber nichts weiter, als dass derjenige eine Mail mit einem Link zu einer PayPal Zahlseite bekommt. 

PayPal Geld senden 2

Die Einrichtung einer PayPal.me Seite

Seit einiger Zeit besteht die Möglichkeit, sich eine PayPal.me Seite kostenlos einzurichten. Das ist eine weitere Möglichkeit es dem Käufer oder denjenigen der Ihnen Geld senden will leichter zu machen. Man bekommt eine individuelle Webadresse, welche man per Mail, Chat usw. weiter geben kann. Ruft ein Zahlungswilliger diese auf, dann braucht er nur noch den Betrag einzugeben und schon kann er das Geld anweisen. Man kann auch gleich den korrekten Betrag hinter die Webadresse schreiben, der dann entsprechend angezeigt wird. 

PayPal.me Seite

Beispiel: 

Ihnen gefällt mein kleiner Text hier und Sie wollen mich mit etwas Geld unterstützen. Das finde ich sehr nett. Den Geldbetrag überlasse ich mal Ihnen, dann klicken Sie jetzt auf den folgenden Link: www.paypal.me/gerokurtz 

Sie bekommen nun ein Fenster mit meinem Foto und brauchen jetzt nur noch den Geldbetrag eintragen und auf die Schaltfläche "Weiter" drücken. 

Soll von vornherein bereits eine Summe festgelegt werden, so schreiben Sie diese einfach hinter den genannten Link. Also, wenn Ihnen mein kleiner Beitrag gefällt dann senden Sie mir 1 € per PayPal über den folgenden Link: www.paypal.me/gerokurtz/1 

Um die PayPal me Seite einrichten zu können, müssen Sie erst einPayPalKonto normal einrichten. Wenn Sie bereits eines haben, dann klicken Sie auf den folgenden Link und folgen Sie den Anweisungen. https://www.paypal.com/paypalme/grab 

Was ist nun genau unter dem PayPal Käuferschutz zu verstehen?

Der Käuferschutz unterstützt den Käufer, falls die gekaufte Ware überhaupt nicht ankommt, oder der Inhalt des Paketes nicht der Beschreibung des Verkäufers entspricht. Dabei muss es nicht die Plattform von ebay oder ebay Kleinanzeigen sein, sondern jede, welche PayPal als Zahlungsmethode anbietet. 

Haben Sie also bespielsweise ein bestimmtes Smartphone bestellt, aber nur eine abgespeckte Variante davon erhalten, oder eine Software funktioniert nicht wie angegeben oder ein geliefertes Gerät funktioniert nicht, dann können Sie über PayPal Kontakt zum Verkäufer aufnehmen. Dazu klicken Sie in Ihrem PayPal Konto die entsprechende Zahlung an und dann auf Problem melden. Dafür haben Sie sage und schreibe 180 Tage Zeit!!! Das Ablaufdatum wird links entsprechend angezeigt.

Problem melden

 

 

 

 

 

 

 

In den 180 Tagen haben Sie nun Zeit, die Sache mit dem Verkäufer zu klären.

Natürlich gibt es auch Dinge die vom Verkäuferschutz ausgenommen sind. Wenn Sie also Ihren Lottoschein per PayPal erworben haben, können Sie nicht den Käuferschutz in Anspruch nehmen, falls Sie nichts gewonnen haben. Oder auch Waren, welche Sie per PayPal bezahlen und dann im Geschäft oder Verkäufer abholen. Fahrzeuge fallen auch nicht unter den Käuferschutz. Natürlich auch alle Dinge welche verboten sind (Waffen, Rauschgift usw.).Eine genaue Aufzährung gibt es in der PayPal-Käuferschutzrichtlinie unter Punkt 3.2.

Es besteht kein Käuferschutz für (vereinfachte Darstellung, hier der genaue Text als pdf-Datei:

  • Erwerb von Grundeigentum (Wohneigentum)
  • Erwerb von Unternehmen oder Teilen
  • motorisierte Fahrzeuge
  • Crowd-Funding Zahlungen
  • individuell angefertigte Artikel
  • gemäß der PayPal-Nutzungsrichtlinie verbotene Waren und Dienstleistungen
  • Maschinen für die Industrie
  • Zahlungsmitteläquivalente (Gutscheine, Prepaid Karten)
  • persönliche Zahlungen
  • Wetteinsätze und Glücksspiele
  • Zahlungen im Zusammenhang mit Finanzprodukten oder Kapitalanlagen
  • Zahlungen an Verwaltungsbehörden 
  • Spenden
  • Erwerb von Waren oder Dienstleistungen, die sie selbst abholen oder durch Dritte für Sie abholen lassen
  • Zahlungen im Zusammenhang mit Gold

Sollte eine Klärung nicht möglich sein, so haben Sie als Käufer die Möglichkeit einen Antrag auf Käuferschutz zu stellen. Dafür haben Sie nochmals 20 Tage nach dem Ablauf der 180 Tage Zeit.

Wie stelle ich den Antrag auf Käuferschutz: 

Zuerst sollten Sie über PayPal dem Verkäufer das Problem melden. Dazu in PayPal auf die Zahlung klicken und dann auf die Schaltfläche Problem melden. Versuchen Sie nun mit dem Verkäufer zur einer Lösung des Problems zu kommen. Alle Mails sollten über PayPal laufen. Dafür haben Sie 180 Tage Zeit. Danach, oder natürlich auch schon früher, wenn Sie keine Einigung finden oder der Verkäufer nicht innerhalb von 10 Tagen reagiert, Käuferschutz beantragen. Gehen Sie dazu in ihre PayPal Übersicht und klicken Sie links unten auf den Link "Konfliktlösungen".

Antrag Käuferschutz 1

Nun kommen Sie auf eine neue Seite, auf der Sie übersichtlich ihre Kommunikation mit dem Verkäufer usw. finden. Hier können Sie nun auch Ihren Käuferschutzantrag stellen.

Antrag Käuferschutz 2

 Was bringt der Verkäuferschutz für den Verkäufer?

Nicht nur der Käufer kommt in den Genuss des Käuferschutzes, sondern  auch der Verkäufer ist gegen bestimmte Risiken abgesichert. Sollte es bestimmte Ausfälle der Zahlung geben, so bekommen Sie eventuell Ihr Geld zurück. Das können unberechtigte Anträge auf Käuferschutz sein, oder er Erhalt vom PayPalkontobesitzer nicht genehmigter Zahlungen, Rückbuchungen usw. 

Verkäuferschutz besteht zum Beispiel für (vereinfachte Darstellung, genaue Details siehe PayPal Verkäuferschutzrichtlinien)

  • Rückbuchungen von Zahlungen per Bankkonto
  • Rückbuchungen von Zahlungen per Kreditkarte
  • Rückbuchungen aufgrund von ungerechtfertigten Anträgen im Rahmen des PayPal-Käuferschutzes
  • Rückbuchungen von Zahlungen, die durch den Inhaber des PayPal-Kontos nicht genehmigt wurden

Was muss man als Verkäufer per PayPal mit Verkäuferschutz tun, um gegen unberechtigte Forderungen seitens des Käufers abgesichert zu sein?

Als Verkäufer der über PayPal Zahlungen mit Käuferschutz/Verkäuferschutz entgegen nimmt sollte man einige Dinge strikt beachten, damit es kein böses Erwachen gibt:

Versenden Sie die Ware immer nur an die in PayPal hinterlegte Adresse des Kunden!

Immer nur an die bei PayPal hinterlegte Adresse senden. Der Kunde hat während des Bestellvorganges die Möglichkeit eine Lieferanschrift anzugeben. Nachträglich ändern geht nicht. Oft kommt es auch vor, dass ein Freund oder so die Ware bezahlt, dann versenden Sie halt an diese Anschrift. Auf keinen Fall an eine andere, auch nicht nach Absprache!

Versenden Sie immer nur die Ware, welche der Artikelbeschreibung genau entspricht!

Abweichungen von der Beschreibung sind immer ein guter Grund den Käuferschutz in Anspruch zu nehmen. Falls also das Handy statt schwarz rot ist, oder der MP3-Player mit FM Radio gar keine Radiofunktion hat, dann muss das auch so in der Artikelbeschreibung stehen. Falls nicht sind das für den Kunden und PayPal gute Gründe, die Zahlung zu stornieren.

Versenden Sie die Ware immer mit der Möglichkeit der von PayPal genehmigten Nachverfolgung.

Das wären in der Regel Pakete von DHL, Hermes, DPD usw. Hier erhält man eine Bescheinigung und Nummer, mit der man den Weg und den Empfang der Sendung recht sicher nachprüfen kann. Sendungen wie DHL Päckchen, Warensendungen und Briefe sind nicht dafür geeignet.Hier ist es  nicht möglich zu beweisen, dass die Sendung aufgegeben und angekommen ist.

Bei ganz wichtigen Sendungen, diese unter Zeugen einpacken und zur Post bringen!

Hört sich komisch an, ist aber so. Trotz Einlieferungsbeleg hat man rechtlich nicht viel in der Hand, wenn der Kunde sagt, es war nichts oder etwas anderes im Paket. Dies kann man nur mittels Zeugen beweisen. Packen Sie die Sendung also mit möglichs vielen Zeugen zusammen ein und bringen sie diese auch gemeinsam zur Post. 

Packen Sie die Ware nicht nur kostengünstig, sondern auch bruchsicher ein. 

Zwar ist die Ware durch das Transportunternehmen versichert, aber sollte diese schlecht verpackt worden sein und dadurch kaputt gehen, dann wird der Schaden in der Regel nicht ersetzt und Sie bleiben darauf sitzen.

Buchen Sie als Verkäufer Ihre PayPal Einnahmen regelmäßig auf das Referenzkonto um

Als Verkäufer der Käuferschutz anbietet, sollte man dies regelmäßig tun, da PayPal im Streifall das Konto einfriert oder beschränkt und dann kommen Sie eventuell nicht mehr an Ihr Geld. Da hilft dann auch kein schreien, toben oder gar ein Anwalt.  

Die PayPal Gebühren:

Natürlich möchte PayPal auch etwas verdienen und der Käuferschutz muss ja auch irgendwie bezahlt werden. Ist ja eine Art Versicherung. 

Die Gebühren sind relativ einfach:

Das Bezahlen mit PayPal ist immer gebührenfrei!!!

Beim Verkaufen fallen üblicherweise 1,9% der Verkaufssumme an +0,35 € je Transaktion.

Für Händler und PayPal Plus Kunden gibt es besondere Konditionen. Sie finden diese hier

Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, dann gibt es noch einen Online-Gebührenrechner, welcher aber nicht von PayPal betrieben wird. 

PayPal nutzen um Spenden-Buttoms zu erstellen und Online-Spenden (Fundraising) zu sammeln:

Bei vielen Webseiten reichen die Werbeeinnahmen nicht aus, um die Kosten für die Webseite zu decken. Oder die Webseite ist völlig werbefrei und hat daher aus diesem Bereich auch keine Einnahmen. Um aber trotzdem den Betrieb der Webseite aufrecht halten zu können, sind vermehrt Spenden notwendig. Ganz besonders natürlich auch für anerkannt gemeinnützige Zwecke. So zum Beispiel für Tierheime, Förderung von Brauchtum, Helfen von Menschen, welche in Not sind usw. Die Liste könnte unendlich werden. Für diese Zwecke stellt PayPal eigene Spenden-Buttons bereit. Mit diesen können die Webseitenbesucher schnell und unkompliziert die Organisation oder den Webseitenbetreiber unterstützen.

Um solch einen Button zu erstellen, loggen Sie sich bei PayPal normal ein und gehen Sie dann auf diese PayPal Webseite.

Klicken Sie dann unten auf den Link: Button jetzt erstellen. Nun öffnet sich ein Fenster. Ganz oben bei Buttontyp sollte "Spenden" stehen. Bei "Name der Organisation" den eigenen Namen eintragen, oder den Ihrer Firma. Das Feld Referenznummer wird nicht benötigt, kann leer bleiben. Bei Bedarf kann man noch das Layout des Buttons anpassen. Dann die gewünschte Währung bei Bedarf ändern (voreingestellt sind Euro). 

Unten kann man nun wählen, ob die Kunden einen beliebigen Beitrag spenden können, oder ob Sie einen festgelegten Betrag vorgeben möchten.  Wenn Sie festrgelegter Beitag wählen, dann können Sie diesen auch gleich in ein extra Feld hineinschreiben. Wenn Sie keine Händlerkonto-Identifikationsnummer haben, dann wählen Sie unten Ihre PayPal Mailadresse. 

Wenn Sie jetzt auf den Schritt 2 (Buttons speichern) klicken, dann sehen Sie auf der nächsten Seite schon Ihren Code. Diesen können Sie nun kopieren und in den Quelltext Ihrer Webseite einfügen.

Hier ein Beispiel. Wenn Ihnen meine Webseite und mein kleiner Beitrag über PayPal gefällt, dann freue ich mich sehr auf eine Spende.
Bitte auf die Schaltfläche "Spenden" drücken. 



Alle erstellen Buttons können Sie hier abrufen und bei Bedarf auch ändern.

Gebühren für den Spenden-Button: Die Erstellung der Buttons ist kostenlos. Für den Empfang von Geld muss man aber, wenn keine anerkannte gemeinnützige Organisation, zahlen. Die Gebühren betragen 1,5% vom Spendenbetrag und 0,35 Cent für jede Spende. Bei sehr kleinen Spenden von 1 bis 2 Euro ist das ganz schön hoch, finde ich. 

Gemeinnützige Organisationen sollten bei PayPal ein Charity-Geschäftskonto anlegen. Da sind die Gebühren stark reduziert. Laut PayPal Infoblatt, sind dafür die folgenden Schritte notwendig: Quelle PayPal:

Zitatanfang:

So wird Ihr Konto zum Spendenkonto.

Das Charity-Geschäftskonto bietet wohltätigen Organisationen alle Vorteile, aber das zu deutlich geringeren Kosten.
Wir sagen Ihnen, wie Sie für Ihr Konto in wenigen Schritten die Spendenrate beantragen.
Damit wir Ihr Konto für den Spendeneingang freischalten können, benötigen wir nur noch ein paar Informationen
von Ihnen:


1. Name Ihrer Organisation
2. Ein verifiziertes PayPal Geschäftskonto
3. Eine Kopie der Steuerbefreiung (Freistellungsbescheid) oder Anmeldung Ihrer Organisation
als gemeinnütziger Verein (Vereinsregisterauszug) oder als Wohltätigkeitsorganisation
4. Ausweiskopien aller berechtigten Kontonutzer
5. Bestätigung eines Treuhänders oder eines autorisierten Vertreters der
Organisation, dass Sie als Kontoinhaber im Namen der Organisation handeln dürfen.
6. Angaben zu den Zahlungen, die Sie über PayPal abwickeln möchten.
7. Das zu erwartende Online-Spendenvolumen
8. Die E-Mail Adressen aller PayPal Accounts, für die Sie die Charity-Rate beantragen


Unterlagen zufaxen. Erstellen Sie dazu bitte ein eigenes Deckblatt, auf dem Sie Ihre bei uns registrierte E-Mail-Adresse
und den Betreff „Antrag für Charity-Konditionen“ eintragen. Senden Sie dann alle Unterlagen (in einer gesammelten
Übertragung) als Fax an die +49 (0) 180 500 75 94.
Wenn Sie noch kein PayPal-Konto haben und Unterstützung bei der Kontoeröffnung brauchen, hilft Ihnen unsere
Händlerberatung gerne weiter: 0800 723 4570*.

Zitatende

Fazit zum Dienst von PayPal:

Mittlerweile nutze ich den Dienst PayPal seit 2005, sowohl für Käufe, als auch für Verkäufe im Kleinanzeigenbereich und auch bei sonstigen Bestellungen. Ich schätze vor allem an PayPal die schnelle Zahlung. So komme ich als Verkäufer bei Kleinanzeigen schnell an mein Geld. Denn bei der Banküberweisung passiert oft folgendes:

Der Kunde schreibt mich an: Hallo ich möchte den Bluetooth-Lautsprecher kaufen. Ok - hast Du PayPal??? Nein habe ich nicht, nur Banküberweisung. Na ok, hier ist meine Bankverbindung. Sobald das Geld da ist, versende ich den Artikel. 

Ja und das war es oft. Nach Tagen immer noch kein  Geldeingang und auf nette Nachfragen keine Antwort. Käufer auf Tauchstation. Was ist also passiert. Die Banküberweisung wird oft wirklich in der Bank vorgenommen. Bis dahin vergeht viel Zeit. Man macht sich Gedanken, ach eigentlich brauche ich das Teil doch nicht. Oder der Partner sagt, was kaufst Du so ein Mist, wir brauchen das Geld dringend für etwas anderes usw.

Und deshalb ist PayPal hier Gold wert. Geld gleich angewiesen, Geld gleich da und es kann die Sendung fertig gemacht werden.  

Der Käuferschutz - als Käufer von höherwertigen Waren sollte man immer darauf dringen und als Verkäufer wenn möglich davon Abstand nehmen!

Für den Käufer ist der PayPal Käuferschutz das Beste was ihm passieren kann. Stimmt im Nachinein mit dem Artikel etwas nicht, dann hat er 180 Tage Zeit dies mit dem Verkäufer zu regeln und kann wenn das nicht klappt den Verkäuferschutz beantragen. Die Gebühr zahlt der Verkäufer und PayPal entscheident fast immer zugunsten des Käufers. Was will man als Käufer also mehr. Ist eine ausgezeichnete Absicherung und ein wunderbares Druckmittel gegenüber dem Händler. Denn stellt der Verkäufer sich quer, dann friert PayPal einfach das Konto des Verkäufers ein. Das macht PayPal auch ohne Gewissenbisse bei größeren Verkäufern, welche dadurch nicht mehr an Ihr Geld kommen oder sogar Einbußen haben, da die Kunden nicht per per PayPal zahlen können. Selbst die Anwälte der Verkäufers haben da kaum eine Chance. 

Für den Verkäufer ist es besser wenn der Käufer nicht vom Käuferschutz gebrauch macht und als Feund bezahlt, denn er zieht im Streitfall eher den Kürzeren. Auf jeden Fall immer die roten Regeln weiter oben beachten. Als gewerblicher Käufer sind die Verkäufe immer mit Käuferschutz/Verkäuferschutz verbunden. 

Ich persönlich hatte nie mit PayPal sowohl als Käufer als auch als Verkäufer Schwierigkeiten. Halten Sie sich genau an die Richtlinien von Paypal, dann ist dieser Dienst für beide eine gute Sache.

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