Gardena Unkrautstecher

Jeder Rasenbesitzer kennt das Problem, dass nach der Zeit der Neuanlage eines Rasens nach und nach sich immer mehr Unkräuter in dem Rasen einnisten. Nun hat man ja in Deutschland ein etwas anderes Verhältnis zum Rasen als beispielsweise die Engländer und neigt hierzulande immer mehr zur naturnahen Wiese als zum sterilen Monokulturrasen. Ich persönlich finde es schön, wenn im Garten die Gänseblümchen zu tausenden blühen und auch Klee im Rasen zu finden ist. Aber es gibt auch Unkräuter welche ich im Rasen gar nicht haben möchte, weil sie nicht in Symbiose leben, sondern das Gras zerstören. Gänseblümchen beispielsweise sind zarte Pflanzen, welche bei Trockenheit schnell weg sind. Der Gemeine Löwenzahn blüht sehr schön im Frühjahr, zieht sich aber dann in seinen Wurzelstock zurück und wartet dort normalerweise bis zum nächsten Frühjahr. Als wirklich schlimm empfinde ich die rosettenbildenden bzw, horstbildenden Unkräuter. Mein persönlicher Feind ist hier das Ferkelkraut. Unser Garten ist recht groß und im Sommer recht trocken. Das Ferkelkraut hat einen riesen lange Pfahlwurzel, mit der es auch die trockensten Perioden sicher überdauern kann. Dazu kommt, dass es dicht über dem Erdboden die Blätter rosettenförmig ausbreitet und dort jegliches Grün erstickt. Mäht man den Rasen wird die Pflanze kaum beeinträchtigt, da sich die Blattrosetten so dicht über dem Erdboden befinden, dass sie vom Rasenmäher nicht mit erfasst werden. Lediglich die Blütenstände werden abgemäht, aber innerhalb kürzester Zeit durch neue Blüten ersetzt.  Sticht man die Pflanze ab, dann entwickelt sich aus dem im Boden verbliebenen Wurzelrest schnell wieder eine neue Pflanze und wenn das Ferkelkraut es schafft Samen zu werfen, dann gibt es in kürzester Zeit hunderte davon, welche den Rasen kontinuierlich zerstören.

Der Unkrautstecher von Gardena

Die ökologischste Methode zur Beseitigung von Unkräutern ist die mechanische Beseitigung. Man könnte den Spaten nehmen und das Unkraut heraus buddeln. Das wäre die radikalste Methode, hinterlässt jedoch aber sehr große Löcher. Bei Unkräutern mit Pfahlwurzel kommt es darauf an, die gesamte Wurzel bis zur Spitze hin zu erwischen. Dafür habe ich mir den Unkrautstecher von Gardena gekauft und bin damit sehr zufrieden. Der Unkrautstecher sieht aus wie eine Buddelschaufel, ist jedoch viel schmaler und sehr stabil gebaut. Das Ende ist nicht scharf wie viele vermuten und in Foren auch bemängeln. Das hat aber einen guten Grund, wäre das Ende scharf, dann würde man die Wurzel einfach durchtrennen, wir wollen aber die gesamte Wurzel nach oben befördern und deshalb ist das Ende eben nicht scharf.

Die Bedienung wird leider beim Kauf in keiner Anleitung erklärt. Ich persönlich habe festgestellt, dass es am einfachsten ist, den Unkrautstecher parallel zur Wurzel des Unkraut in den Boden einzuführen und dann durch Druck auf den Griff des Unkrautstechers das Unkraut samt Wurzel heraus zu befördern. Das klappt bei Pfahlwurzeln auch erstaunlich gut. Bei Unkräutern mit breiter Wurzel (Breitwurzler) wie z. B. Spitzwegerich klappt es nicht so gut. Auf jeden Fall ist der Unkrautstecher von Gardena eine gute Hilfe dabei. Er ist stabil und ermöglicht ein ermüdungsfreies Arbeiten. Natürlich entstehen im nachhinein Löcher im Boden. Das ist nicht zu vermeiden. Einfach ein wenig Sand mit Rasensamen anmischen und in die Löcher streuen, dann steht einer neuen Rasenpracht nicht mehr im Wege.

Kaufmöglichkeit bei Amazon und Alternativen:

 

Als Alternative zum Unkrautstecher von Gardena bietet sich der Unkrautstecher von Fiskars an. Der Vorteil daran ist, dass man sich nicht bücken muss, da er an einer Stange befestigt ist (auch Teleskop möglich). Am unteren Ende befinden sich drei spitze Greifer mit denen das Unkraut herausgestochen werden kann. Nachteil, er ist wesentlich teurer. Da ich ihn nicht getestet habe, kann ich nicht mehr dazu sagen.

Für Unkräuter ohne Pfahlwurzel steht nur ein Umgraben der Fläche an, oder der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln. Die 
Entwicklung dieser ist im Zuge der großflächigen Landwirtschaft optimiert worden und auch im Kleingarten zulässig. Getestet habe ich UnkrautFrei Plus von Neudorf und Rasenunkrautfrei von Bayer. Unkraufrei wirkt gegen fast alle Unkräuter und auch Gräser und Rasenunkrautfrei wirkt nur gegen breitblättrige Unkräuter und ist daher für Rasenflächen gut geeignet. Einfach die vorgeschreibene nM enge in eine Gießkanne oder besser in einen Wassersprüher füllen und die Unkräuter im Rasen die weg sollen besprühen. Diese gehen nun nach und nach ein, was bis zu drei Wochen dauern kann. Nachteile, man belastet die Umwelt, muss lange warten und vernichtet bei großflächiger Anwendung auch Gänseblümchen, Klee usw.

 Bilder zum Unkrautstecher von Gardena

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