Erfahrungsbericht - Verwendung von Pansalz zur Senkung des Blutdrucks

Pansalz zur Blutdrucksenkung

Wofür ist Pansalz gut?

Pansalz ist ein Salz, welches herkömmliches Speisesalz (Natriumchlorid) ersetzen soll. Der Grund dafür ist, dass in vielen anerkannten Studien festgestellt wurde, dass der Verzehr von normalen Kochsalz steigernde Auswirkungen auf den Blutdruck hat. Vor allem trifft es wohl Menschen, die besonders sensibel auf die Aufnahme von Kochsalz reagieren. Die Folge davon ist, dass der Blutdruck sich erhöhen kann. Deshalb warnen viele Forscher bei zu hohem Blutdruck zu viel Kochsalz zu sich zu nehmen. Ein sehr guter Beweis konnte während des Projektes Mars 500 erbracht werden, bei dem sechs Personen einen Marsflug 520 Tage lang simulierten. In dieser Zeit konnte durch entsprechende Untersuchungen genau nachgewiesen werden, dass die Verringerung des Salzkonsums auch den Blutdruck senkte. Aber gerade hier in Europa wird oft ein Vielfaches der empfohlenen Menge Speisesalz täglich zu sich genommen. Salz ist vor allem Geschmacksträger und ohne Salz schmeckt das Essen meist fad. Selbst viele Gewürze können dies nicht kaschieren.

Was ist der Blutdruck und worin liegt die Gefahr eines zu hohen Blutdrucks (Bluthochdruck):

Mit Blutdruck ist die Kraft gemeint, mit der das Blut gegen die Wände des Blutgefäßes drückt. Er wird in der Regel in mmHg gemessen und in einen systolischen und diastolischen Blutdruck unterteilt. Die Systole ist der höchste Blutdruck wenn das Herz gerade pumpt und die Diastole ist der niedrigste Blutdruck, wenn das Herz sich gerade im Entspannungszustand befindet. Gemessen wird der Blutdruck mit einem Blutdruckmessgerät. Blutdruckmessgeräte gibt es für den Oberarm und das Handgelenk. Mittlerweile haben die Handgelenkblutdruckmessgeräte eine ähnliche Messgenauigkeit erreicht, wie die Oberarmblutdruckmessgeräte. Allerdings ist die Möglichkeit hier Fehler bei der Messung zu machen höher als bei Oberarmmessgeräten. Das Handgelenk mit dem Blutdruckmessgerät muss sich für eine korrekte Messung nämlich in Herzhöhe befinden, was leider viele Menschen nicht beachten. 

Ansonsten ist es ratsam sich ein gutes Blutdruckmessgerät zuzulegen und selbst regelmäßig den eigenen Blutdruck zu kontrollieren und in einem Werteprotokoll zu dokumentieren. Die einmalige Messung beim Arzt kann niemals eine solche aufgezeichnete Messreihe ersetzen. Will der Arzt Ihnen gleich nach nur einer Messung Medikamente verschreiben, sollten Sie dringend den Arzt wechseln. Auf jeden Fall muss auch eine 24 Stunden Messung durchgeführt werden. Dafür bekommt man ein spezielles Blutdruckmessgerät vom Arzt, welches den Tag über zu tragen ist und in bestimmten Zeitabständen die Werte misst und abspeichert. Der Blutdruck schwankt nämlich am Tag. Morgens nach dem Aufstehen ist er am höchsten und Abends am niedrigsten. 

Ursachen für einen zu hohen Blutdruck können sein:

  • ein zu hohes Körpergewicht (Übergewicht)
  • ein zu dicker Bauch (Bauchfett ist sehr schädlich)
  • ein hoher Alkoholkkonsum
  • zu wenig Bewegung
  • übermäßiger Stress im Beruf und/oder zu Hause
  • zu wenig Kalium in der Nahrung
  • Organische Ursachen, wie z. B. eine Nierenerkrankung

Die WHO hat entsprechende Richtwerte zum Blutdruck heraus gegeben. Dabei spricht man von zu hohem Blutdruck, wenn die folgenden Werte erreicht werden:

Hypertonie Grad 1 - 140-159 mmHg Systole oder 90-99 mmHg Diastole

Hypertonie Grad 2 - 160-179 mmHg Systole oder 100-109 mmHg Diastole

Hypertonie Grad 3 - >=180 mmHg Systole oder >=110 mmHg Diastole

Die drohende Gefahr besteht darin, dass man einen leicht zu hohen Blutdruck nicht weiter spürt. Im Gegenteil es geht einem sogar ausgesprochen gut. Erst bei höheren Werten merkt man, dass etwas nicht stimmt (Kopfschmerzen, Nasenbluten, Ohrgräusche, Schwindel). 

Ist der Blutdruck dauerhaft zu hoch kann es zu möglichen Folgen kommen, indem die feinen Gefäße dem andauernden Druck nicht Stand halten und dauerhaft geschädigt werden. Dies führt eventuell zu einer Schrumpfniere, Herzkrankheiten, das Schlaganfallrisiko steigt und man kann sogar durch Netzhautschäden erblinden. Noch schlimmer ist der Vervielfältigungseffekt. Sind die Nieren geschädigt verursacht dies einen weiteren Anstieg des Blutdrucks, was wiederum die Nieren noch stärker schädigt - ein verhängnisvoller Kreislauf beginnt. 

Man sollte also einen erhöhten Blutdruck nicht auf die leichte Schulter nehmen, weiter beobachten und frühzeitig, unter anderen eventuell mit Pansalz, gegensteuern.

Hier gibt es dazu ein sehr schöne Präsentation von der Hochdruckliga als pdf-Datei.

Die Geschichte von Pansalz:

Pansalz wurde in Finnland und den USA entwickelt. Dazu wurde eine Forschungsarbeit des Professors Heikki Karppanen verwendet. Diese untersuchte Zusammenhänge zwischen den Mineralstoffgehalt der Böden und dem Herz-Kreislaufsystem der dort lebenden Menschen. Im Jahre 1977 ersetze er zum Teil Kochsalz (Natriumchlorid) durch andere Salze (Magnesiumsulfat, Kaliumchlorid). Das neue Salz wurde mit Hilfe amerikanischer Wissenschaftler (insbesondere Mildred Seelig) weiter entwickelt und wurde erst in Finnland und danach auch in Japan verwendet.

Inhaltsstoffe von Pansalz:

nach der Aufschrift der Verpackung:

  • 56% Natriumchlorid
  • 28% Kaliumchlorid
  • 12% Magnesiumsulfat
  • 2% Lysinhydrochlorid
  • Trennmittel, Siliciumdioxid
  • 0,0036% Kaliumjodid

Weiter enthält die Verpackung den Hinweis: Bei Störungen des Kaliumhaushalts, insbesondere bei Niereninsuffizienz, nur nach ärztlicher Beratung verwenden (enthält 14,7% Kalium)!

Hersteller von Pansalz:

Das von mir benutze Produkte hat den folgenden Hersteller auf der Verpackung:

Rud. Schmidt Wwe. GmbH, Liebigstr. 56, 50823 Köln, Tel.: 0221-2822880, www.pansalz.de

Weitere Aufschriften auf der Verpackung (wörtliche Wiedergabe):

Clever salzen und genießen

Jodiertes Mineralsalz

Minus Natriumchlorid

Plus Kalium

Plus Magnesium

Die WHO empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 5-6g Kochsalz (99% Natriumchlorid). Dieser Wert wird häufig um mehr als das Doppelte überschritten. Die Rezeptur von PANSALZ, Natriumchlorid (56%), Kaliumchlorid (28%), Magnesiumsulfat (12%) hilft, den empfohlenen Wert einzuhalten.

Pansalz reduziert die Kochsalzzufuhr und versorgt den Körper darüber hinaus mit den wertvollen Mineralien Kalium und Magnesium.

Kaufmöglichkeit (hier z. B. bei Amazon):

 

Mögliche alternative Produkte, welche ich jedoch nicht getestet habe:

       

Interessante Publikationen zum Thema Pansalz:

VIS - Verbraucherinformationssystem Bayern - Hier gibt es einen Artikel von Angela Dietz - Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn). Sie beschreibt einen positiven Effekt von Pansalz. Sie stellt allerdings auch fest, dass sich Salzersatzstoffe in Deutschland nicht durchgesetzt haben. Und selbst wenn man sie benutzt, würde der Effekt gering sein, da viele Menschen nicht nur zu Hause Nahrung zu sich nehmen, sondern auch in Gaststätten, Imbissständen oder der Kantine, wo in Deutschland kein Pansalz verwendet wird. Außerdem erfolgt ein Salzkonsum auch zu Hause über gekaufte Lebensmittel wie Backwaren, Fleischerzeugnisse usw., da die Industrie in Deutschland nur herkömmliches Salz einsetzt.
Sie warnt noch einmal zur Vorsicht bei Menschen mit Nierenerkrankungen, da hier durch die Aufnahme von Kalium die Gefahr einer Hyperkaliämie besteht.

Bilder zum Pansalz:

 Pansalz 1 Salzstreuer Draufsicht Pansalz 2 Salzstreuer Draufsicht mit geöffneten Rieselklappen Pansalz 3 Salzstreuer Seitenansicht Pansalz 4 Salzstreuer Seitenansicht Pansalz 6 Pansalz auf der Handfläche Pansalz 5 Pansalz Salzkristalle auf der Handfläche in Nahaufnahme

Meine persönliche Erfahrung mit Pansalz:

Gekauft habe ich Pansalz bei Amazon, siehe oben. Die Verwendung ist denkbar unkompliziert. Einfach statt des normalen Salzes das Pansalz verwenden. Dabei setze ich es vor allem dort ein, wo es direkt aufgenommen wird. Also z. B. dem Salzen von gekochten Eiern, zum Salzen der Suppe etc. Nicht einsetzen tue ich es z. B. zum Salzen des Kochwassers von Kartoffeln oder Nudeln. Das hat aber auch nur den Grund, dass das Salz ja viel teurer ist als Kochsalz und das Kochwasser am Ende weggegossen wird. Geliefert wird das Pansalz als Salzstreuer. Oben befinden sich zwei Öffnungen. Einmal für das feine Streuen, z. B. für Eier und dann noch eine größere Öffnung in Form eines Lochs, wenn man mehr Salz benötigt. Beide Öffnungen sind verschließbar. Irgendwelche negativen Nebenwirkungen konnte ich keine beobachten. Ob der Blutdruck davon signifikant gesunken ist, kann ich nicht sagen. Ich gehe aber mal davon aus, dass ein positiver Effekt vorhanden ist und werde es auch weiterhin einsetzen.

Geschmack: Vom Geschmack her kann ich keinen großen Unterschied zum normalen Kochsalz feststellen.

Konsistenz: entspricht die vom Kochsalz (gut riesel- und streufähig)

Wirkung: Dazu müsste man eine medizinische Studie durchführen, was man natürlich zu Hause nicht kann. Viele Produkte zu Hause sind Fertigprodukte und enthalten ja bereits schon normales Kochsalz. Der Einsatz erfolgt also nur dann, wenn man selbst etwas kocht. Negativ hat sich der Einsatz nach meinem persönlichen Empfinden auf keinen Fall ausgewirkt. Da ich aber sehr oft Blutdruckmessungen durchführe, kann man schon sagen, wenn man die Salzzufuhr fast ausschließlich über Pansalz laufen lässt, dass der Blutdruck geringer ausfällt. Damit alles korrekt wirken kann, ist es wichtig so viel Speisen wie möglich selber zuzubereiten, um das Kochsalz durch Pansalz ersetzen zu können. Auf salzhaltige Fertigprodukte sollte man möglichst verzichten, da diese in Deutschland nur normales Kochsalz enthalten. 

Von den Inhaltsstoffen her, könnten diese folgende Wirkungen haben:

Weniger Aufnahme von normalen Kochsalz: Sollte zumindest bei kochsalzempfindlichen Personen zu einer Verringerung des Blutdruckes führen.

Kalium: Kalium entspannt die Blutgefäße und fördert die Ausscheidung von Natrium über die Nieren und trägt somit zur Senkung des Blutdruckes bei.

Magnesium: Auch Magnesium wird eine muskelentspannende und blutdrucksenkende Wirkung zugeschrieben.

Jod: senkt zwar nicht den Blutdruck, gleicht jedoch Mangelerscheinungen von Jod in unseren Breiten aus und wird ja auch oft normalem Speisesalz zugesetzt

Lysin: ist eine essentielle Aminosäure und muss dem Körper von außen zugeführt werden. Beim Pansalz soll Lysin vor allem den Eigengeschmack von Kalium neutralisieren.

Es gibt in diesem Bereich immer wieder Studien mit teils unterschiedlichen Ergebnissen. Man sollte also ab und zu in diesem Bereich die neuesten Veröffentlichungen lesen.

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